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Konsumverhalten für Kinder: den richtigen Umgang mit Geld lernen

Ein wichtiger Teil der Erziehung von Kindern ist, ihnen einen bewussten Umgang mit Geld und Konsum zu vermitteln. Doch da dies aus vielen verschiedenen Aspekten besteht, die nahezu alle Lebensbereiche berühren, steckt dahinter ein äußerst komplexes Thema. Daher sollte von Anfang an viel Wert darauf gelegt werden, die Kinder auf den richtigen Pfad zu leiten. Damit du dabei nichts übersiehst, geben wir einige Tipps, wie deine Kinder schon frühzeitig das richtige Konsumverhalten lernen können.

In diesem Artikel:

Wie wichtig ist ein gutes Gespür für Geld und Konsum?

Man kann sich die Frage stellen, ob es in unserer heutigen Konsumgesellschaft überhaupt noch der richtige Schritt ist, Kindern die klassischen Tugenden der Sparsamkeit und des genügsamen, bewussten Konsums beizubringen.

Aber natürlich ist das der Fall – es ist sogar wichtiger denn je. Denn wenn man stets von Werbung, Konsumdrang und Geltungsdruck umgeben ist, fällt es umso schwieriger, den Überblick und die Kontrolle zu behalten. Groß ist dann die Gefahr, dem Materialismus zum Opfer zu fallen und ein falsches Verhältnis zu Konsumausgaben zu entwickeln.

Das hätte dann sowohl akute, als auch weitreichende Folgen in der Zukunft. Einen direkten Effekt kann man bereits im Alltag spüren – beispielsweise, wenn die Kinder beim Einkaufen an der Kasse quengeln oder sogar wahre Wutanfälle bekommen, wenn ihnen ihr Wunsch nicht erfüllt wird.

Das ist zwar, gerade bei jüngeren Kindern, nicht immer vollständig vermeidbar, kann jedoch deutlich eingeschränkt werden. Sie sollten verstehen, dass man nicht einfach stets alles kaufen kann, was man möchte. Auch bei größeren Anschaffungen auf Wunsch der Kinder kann dies zu Problemen führen – etwa, wenn mehrere ihrer Freunde bereits einen eigenen Fernseher oder eine Spielekonsole haben und sie das als ungerecht empfinden.

Du ersparst dir also viel Ärger im Alltag, wenn deine Kinder so früh wie möglich einsehen, dass ein Wunsch nicht gleich ein Kommando ist. Im späteren Leben kommt es aber dann erst zu den wirklich ernsten Konsequenzen. Somit ist eine gute Früherziehung wichtig, damit sich keine falschen Gewohnheiten einstellen. Diese können in der Folge beispielsweise zu finanziellen Problem führen, wenn man über lange Zeit schlechte finanzielle Entscheidungen trifft.

Ebenso ist eine bescheidene Einstellung zu den eigenen Finanzen eine gute Tugend, die auch im sozialen Umfeld eine wichtige Charakterprägung ist. Selbst, wenn die eigene Familie finanziell gut aufgestellt ist kann es in ihrem Umfeld negativ auffallen, wenn die Kinder besonders angeberisch oder überheblich agieren, weil sie sich alles kaufen könnten. In jedem Fall ist Bescheidenheit also ein wichtiger, positiver Charakterzug.

Finanzielle Früherziehung

Kind wird früh an Geld gewöhnt

Bild: gourmetphotography@stock.adobe.com

Damit Kinder möglichst gar keine schlechten Angewohnheiten entwickeln, die man später nur schwer wieder umerziehen oder loswerden kann, ist es wichtig, früh mit den Lektionen zu beginnen. Häufig wird zwar erst empfohlen, Kindern ab dem Grundschulalter ein regelmäßiges Taschengeld zu geben – dennoch kann man auch schon davor die richtigen Akzente setzen.

Das deutsche Jugendinstitut empfiehlt schon jüngeren Kindern ab etwa vier Jahren hin und wieder etwas Kleingeld zu geben – etwa 0,5 Euro pro Woche sind angemessen. Dann sollte man sie vor sie Entscheidung stellen, ob sie es in das Sparschwein werfen möchten, oder sich lieber eine kleine Freude etwa mit Süßigkeiten vom Bäcker machen wollen.

Somit werden sie bereits frühzeitig darauf vorbereitet, dass gerade erhaltenes Geld nicht nur direkt ausgegeben werden kann und dass Sparen einen langfristigen Effekt hat. Auch sollten Kinder hin und wieder mit einkaufen gehen, wo sie die Kaufentscheidungen der Eltern beobachten können.

Wenn man beispielsweise einen größeren Einkauf von Kleidung, Spielzeug oder Nutzgegenständen vorbereitet, kann man die Kinder in den Prozess mit einbeziehen und ihnen erklären, wieso man genau das zu diesem Zeitpunkt einkauft. Auch der Umgang mit Werbung, Sonderangeboten und Rabattaktionen will gelernt sein. Coupons und ähnliche Aktionen, die man gezielt für Vergünstigungen nutzen kann, um ohnehin geplante Käufe zu tätigen, anstatt sich von ihnen zu Spontankäufen verleiten zu lassen – all das kann schon früh vermittelt werden. Wünscht sich das Kind etwa ein bestimmtes Spielzeug und hat selbst etwas dafür angespart, kann man gemeinsam nach einem günstigen Angebot dafür suchen.

Auch spielerische Maßnahmen, wie etwa das Rollenspiel in Kaufladen, können schon sehr früh dazu beitragen, dass Kinder den Austausch von Waren und Wert von Geld verstehen lernen. Später können beispielsweise Monopoly oder das Spiel des Lebens mit ihren Spielgeld-Elementen helfen, ihnen das Haushalten mit beschränkten Ressourcen näher zu bringen.

Sobald man Kindern ein eigenes Konto eröffnet, sollte man ihnen das Sparbuch zum Verwahren übergeben, so dass sie verstehen, dass sie Verantwortung dafür übernehmen müssen. Gleichzeitig können sie so selbstständig ihre ersparten Finanzen prüfen und erhalten ein besseres Gespür für den langfristigen Spargedanken.

Tipps: So vermitteln Sie eine gesunde Einstellung zu Konsum

Nur den Umgang mit Bargeld zu lernen reicht jedoch noch nicht, dass Kinder langfristig ein gutes Konsumverhalten entwickeln. Die dazu passende Grundeinstellung ist nötig. Diese müssen Eltern bewusst entwickeln, indem sie in ihrem täglichen Umgang eine gute Vorbildfunktion erfüllen.

  • Das richtige Verhalten an den Tag legen: Die Eltern selbst und ihr tägliches Verhalten sind das beste Vorbild. Egal, was man den Kindern sagt, letztendlich schauen sie hauptsächlich auf das, was Eltern tatsächlich tun. Wenn du Sparsamkeit predigst aber selbst ständig spontan alle möglichen Dinge kaufst, bemerken Kinder das schnell.
  • Mit der Familie absprechen: Damit Kinder keine unklaren Signale bekommen ist es wichtig, mit allen Vorbildpersonen auf dem gleichen Nenner zu sein. Auch, wenn Großeltern oder Tanten Kinder sehr gerne verwöhnen, sollte diesen kleinen Freuden eine Grenze gesetzt sein. Der Aufwand lohnt sich, da man so auch Streits verhindert – wie etwa, wenn Papa nach dem Einkaufen mit dem Sohnemann spontan ein teures Spielzeug mit nach Hause bringt.
  • Fairness praktizieren: Wenn du mehrere Kinder hast, sollte sich möglichst keines davon benachteiligt fühlen. Daher sollten alle finanziellen Entscheidungen, wie etwa Geschenke, klar nachvollziehbar sein und unter Einbeziehung der Kinder von Statten gehen. Auch die Höhe des Taschengeldes solltest du klar kommunizieren, beispielsweise genau vom Alter anhängig machen.
  • Bewusst Entscheidungen treffen: Es sollte möglichst deutlich werden, dass jeder Kauf und jede Anschaffung sorgfältig abgewogen werden. So kannst du beim Shoppen für deine Kinder diese darin einbeziehen und beispielsweise von vorneherein erklären, dass man mit einem bestimmten Budget einkaufen geht und entweder zwei günstige oder ein teureres T-Shirt damit kaufen könnte.
  • Verkaufen lernen: Damit der Gegenwert von Dingen klar wird, kann es hilfreich sein, mit den Kindern an einem Flohmarkt oder Garagenverkauf teilzunehmen. So können sie sich mit alten, nicht mehr benutzten Spielsachen etwas Taschengeld dazu verdienen und dabei lernen, wie es auf der anderen Seite der Transaktion aussieht.
  • Arbeiten: Ab einem bestimmten Alter ist das eine gute Idee, um Kindern einen Einblick in die Realität des Geldes zu geben. Schon bevor sie Minijobs wie eine Zeitungsroute übernehmen können – ab 14 Jahren ist dies oft möglich – kannst du beispielsweise im Haushalt bestimmte Aufgaben mit etwas Kleingeld belohnen. Das bringt Kindern schon früher nahe, dass Geld nicht von Ungefähr kommt, sondern eine Zeitinvestition dahintersteckt.
  • Keine Raten: Sehr viele Dinge kann man heutzutage auf Raten mit attraktiven Finanzierungsangeboten kaufen. In der Not kann dies häufig eine gute Sache sein, doch man sollte es sich auf keinen Fall zur Gewohnheit machen – weshalb es auch keine gute Idee ist, diese Art des Kaufens für Kinder als Normalfall darzustellen. Nur etwas zu kaufen, wenn man es sich zum gegebenen Zeitpunkt leisten kann, ohne in Bedrängnis zu kommen ist eine gute Maxime. Aus dem buchstäblichen Notgroschen der Kinder werden dann später gute Konsumgewohnheiten.

Manchmal muss man hart sein

Das ist natürlich nie einfach – aber das trifft auf viele wichtige Erziehungsmaßnahmen zu. Für viele Eltern, vor allem, wenn sie selbst in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen sind, ist der Wunsch stark, ihre Kinder zu verwöhnen.

Doch das ist offensichtlich nicht gut geeignet, um eine gute Charakterbildung bei den Kleinen zu fördern. Wer seine Kinder zu sehr verwöhnt und ihnen finanziell alle Türen offenstehen, kann es sogar zu einem verzerrten Realitätsbild und somit zu unangepasstem Verhalten kommen.

Dieses Phänomen nennt sich „Wohlstandskrankheit“ oder Affluenza und die Effekte können über das reine Konsumverhalten weit hinausgehen. Doch auch, wenn man selbst nicht zu den wohlhabenderen Eltern zählt, ist es manchmal nötig, bei Wünschen oder Käufen nein zu sagen, auch wenn sie möglich wären.

Es ist für jeden eine wichtige Lektion im Leben, dass nicht alle Bedürfnisse ausnahmslos sofort befriedigt werden können. Spätestens, wenn sie selbständig werden, würden Kinder diese Realität des Lebens erfahren, weshalb man sie gut darauf vorbereiten sollte.

Daher muss man manchmal stark bleiben und trotz innerem Konflikt den geliebten Kindern einen Wunsch verwehren. Wenn beispielsweise das Taschengeld frühzeitig ausgeht, aber noch ein Kinobesuch oder ähnliches mit Freunden ansteht, sollte man möglichst kein Geld nachschieben. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber eine Selbstverständlichkeit sollte sich auf keinen Fall entwickeln.

Nur dann lernen Kinder die Konsequenzen von schlecht überlegten Kaufentscheidungen kennen und verstehen, wie wichtig es ist, Ausgaben und Budget langfristig zu planen. In den meisten Fällen müssen sie ohnehin nur ein paar Tage bis zum nächsten Taschengeld warten und der Ärger ist schnell wieder verflogen.

Gleichermaßen sollte man, auch wenn man die Kinder zu selbstständiger Verwaltung erziehen möchte, hin und wieder den Riegel vorschieben, wenn das Sparschwein kurz davorsteht, geplündert zu werden. Häufig entstehen bei Kindern spontane Wünsche, die nicht unbedingt sinnvoll sind.

Dass man sie dann nur davor schützt, ihr mühsam angespartes Geld zu verschwenden, wollen sie natürlich in diesen Momenten nicht verstehen. Daher ist gerade in diesen Fällen eine offene Kommunikation wichtig – am besten schon, bevor es zum Ernstfall kommt.

Es ist natürlich schwer, die richtige Balance zwischen der gewünschten Selbständigkeit und angemessener Überwachung zu finden. Eine vorher abgesprochene Grundregel, dass Käufe ab einem bestimmten Betrag mit den Eltern abgesprochen werden sollten, ist daher eine gute Idee – auch, wenn es sich um das eigene Geld handelt.

Die grundlegenden Werte geben den Ton an

Ein gesundes Konsumverhalten und ein sparsamer Lebensstil fällt dann besonders leicht, wenn es genau das ist – nämlich ein Lebensstil anstelle von einzelnen, bewussten Entscheidungen. Das macht es somit auch zu einem Aspekt, der nur ganzheitlich vorgelebt werden kann.

Die Tatsache, dass man sich nicht einfach mit Geld und Einkaufen alle Probleme lösen kann und dass Geld allein nicht glücklich macht, ist eine wichtige Erkenntnis. Dies sollte man im Familienleben möglichst deutlich in die Praxis umsetzen. Wer beispielsweise zur Wiedergutmachung oder Aufmunterung ständig materielle Geschenke bringt, könnte hier falsche Signale setzen.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor: Den Wert und die Kostbarkeit von Dingen aller Art betonen. Kindern beizubringen, alles wertzuschätzen und sorgsam zu behandeln hat viele positive Effekte, die sich auf lange Sicht auch auf das Konsumverhalten auswirken:

  • Die Ersetzbarkeit von Gegenständen ist keine Entschuldigung für sorglose Behandlung derselben. Alle Besitztümer zu pflegen und vorsichtig damit umzugehen zeugt von Respekt.
  • Man spart auf Dauer natürlich auch Geld. Je seltener Dinge zu Bruch gehen oder abgenutzt werden, desto weniger muss man für Neuanschaffungen ausgeben.
  • Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn man sich auch entsprechend verhält. Verschwendung wird minimiert, wenn alle Güter bewusster genutzt werden.
  • Es wird klarer, dass eine Anschaffung etwas Langfristiges ist. Dadurch werden neue Käufe automatisch besser durchdacht.

Gerade der letzte Punkt ist auch aus ökonomischer Perspektive ein sehr wichtiger Aspekt in der Konsumerziehung. Deine Kinder sollten so gut wie möglich verstehen, dass man sich Käufe jeder Art gründlich überlegen sollte, bevor man das Geld dafür ausgibt.

Die Grundfrage, ob man etwas überhaupt dringend benötigt, ist in allen Lebensphasen eine gute Angewohnheit. Je besser diese verinnerlicht wird, desto unwahrscheinlicher werden Impulskäufe. Diese kosten viel Geld und enden viel zu häufig nur in Spielsachen, die nach kurzer Zeit nur noch unangetastet in einer Ecke oder Kiste liegen.

Kinder im Alltag in diese Gedankengänge einzubeziehen ist nicht einfach, aber den Versuch ist es wert. So ist es vielleicht eine gute Idee, sie schon bei ihrem ersten Taschengeld dazu zu motivieren, sich ganz genau zu überlegen, für was sie es einsetzen möchten.

Dankbarkeit als Element der Konsumgewohnheit

Kind ist dankbar für Geschenk

Yakobchuk Olena@stock.adobe.com

Ein weiterer großer Faktor, der dabei hilft, Kinder zu einem besseren Umgang mit materiellen Gütern beizubringen, ist das Verhalten gegenüber Geschenken. Damit sind beide Seiten gemeint – sowohl die des Schenkenden, als auch des Beschenkten.

  • Dankbarkeit zeigen: Dabei geht es nämlich nicht nur um die reine Höflichkeitsfloskel, die man Kindern stets versucht beizubringen. Es ist wichtig, dass die nette Geste als solches erkannt wird und man sich dafür erkenntlich zeigt. Der Hintergrund des Schenkens ist, anderen eine Freude zu bereiten – und umgekehrt diese Freude auch zu zeigen. Das geht auch ohne Geld – etwa mit selbst gebastelten Geschenken.
  • Etwas Besonders sein lassen: Wenn man zu häufig Geschenke verteilt, verlieren sie irgendwann ihre Bedeutung. Daher sollte man sich auf besondere Anlässe und gelegentliche, kleine Überraschungen beschränken. Sobald es die Kleinen als selbstverständlich empfinden, beschenkt zu werden – im schlimmsten Fall sogar genau nach Wunsch – werden sowohl die Geste als auch die Geschenke an sich austauschbar.
  • Die richtige Motivation betonen: Wenn ihr euren Kindern etwas schenkt, dann möglichst aus positiven Gründen. Geschenke sollten keine Druckmittel sein. Ebenso sollte man Kindern keineswegs signalisieren, dass man mit solchen Zuwendungen einen anderen Willen durchsetzen kann.
  • Den Wert limitieren: Besonders für familieninterne Geschenke wie beispielsweise zu Weihnachten oder an Geburtstagen sollte man ein Preislimit setzen. Grenzenlose Verwöhnung mit vielen extrem teuren Geschenken ist in einem gegebenen Moment schön und gut, verzerrt jedoch das Realitätsbild und das Gespür für den Sinn hinter Geschenken.

Wer schon als Kind wiederholt alles, was man sich wünscht, sofort als Geschenk im Kinderzimmer stehen hat, kann eventuell unter dem Eindruck aufwachsen, dass man alles einfach so bekommen kann oder dass Geld alle Probleme löst.

Probleme in der modernen Welt

Mutter mit Kindern beim Lebensmittelkauf

Seventyfour@stock.adobe.com

Grundsätzlich sind alle bisher genannten Aspekte zeitlos und heute wie gestern allgemein gültig. Doch heutzutage hat sich die Welt etwas verändert und schafft somit andere Voraussetzungen, die man beachten muss.

So sind heute viel mehr Transaktionen, die man durchführt, in die digitale Sphäre versetzt. Wiederum andere Konsumgüter wie etwa Medien, sind an Abonnements gebunden – Netflix oder Spotify beispielsweise.

Ab einem bestimmten Alter werden Kinder sich auch für diese interessieren, ebenso sind Mikrotransaktionen in Video- und Handyspielen sehr beliebt. Das Problem: Sie sind an digitale Zahlungsmethoden gebunden, zu denen Kinder natürlich keinen selbstständigen Zugang haben.

Somit geht ihnen hier etwas Autonomie verloren. Ebenso können diese Dienste als selbstverständlich angesehen werden, wenn die Eltern diese ohnehin stets zahlen. Daher ist es vielleicht eine gute Idee, einen Teil des Taschengeldes für solche Käufe zu nutzen.

Auch der Medienkonsum selbst ist in Zeiten von YouTube mit endlos vielen Inhalten durchaus ein Problem. Die richtige Erziehung in diesem Aspekt sollte man keinesfalls vernachlässigen – auch oder gerade weil Eltern häufig das nötige Verständnis dafür fehlt. Mit einem Handy, auch ohne eigene SIM-Karte, können Kinder sonst zuhause im WLAN viele Stunden vor dem kleinen Bildschirm verbringen.

Der Umgang mit Werbung, insbesondere im Zeitalter der Influencer, ist ebenso eine weitere Schwierigkeit. Der Einfluss von Werbung auf Konsumentscheidungen kann sehr groß sein, vor allem, wenn Sie als Eltern mit entsprechendem Beispiel vorangehen.