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Mut für Eltern bei Down-Syndrom

„Mein Omi hat weisse Haare. Wie ein Harfe. Zart und leise.“ Der junge Mensch, der da im Internet dichtet, hat das Down-Syndrom. Eigentlich dürfte er das gar nicht können. Denn Leute mit diesem Handicap können nach landläufiger Meinung weder lesen noch schreiben.

In diesem Artikel:

Ohrenkuss für alle - Mut für Eltern bei Down-Syndrom

Alle drei Minuten kommt ein Mensch mit einer Fehlverteilung des Chromosoms 21 zur Welt – Down Syndrom genannt. Rund 40.000 leben in Deutschland. Ihre Sicht der Dinge, ihre Gedanken und Gefühle bringt seit 1998 das Magazin „Ohrenkuss... da rein, da raus!“ auf den Punkt, buchstäblich. Denn es wird nur von jungen Redakteuren und Autoren mit Down-Syndrom gemacht – poetisch, verquer, eigenwillig.

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Nicht krank – nur anders

Gegründet hat „Ohrenkuss“ die Bonner Genetikerin und jetzige Chefredakteurin Dr. Katja de Bragança, 52. Dieses Jahr erhielt sie dafür die „Goldene Bild der Frau“. Ihre Redakteure spielen Kontrabass, essen im Restaurant und gehen auf Recherche, etwa in der Mongolei. „Wer das Down-Syndrom hat, ist nicht krank – nur anders!“ weiß die TV-Journalistin Sabine Christiansen, die bei der Preisverleihung die Laudatio auf Katja de Bragança hielt.

Infos und Abos unter

www.ohrenkuss.de

Die Themenhefte „Baby“, „Frau und Mann“ und „Oma und Opa“ unter „Kiosk“/Ohrenkuss Paket „Generationen“

www.facebook.com/ Ohrenkuss

Für die Preisträgerin das Tollste? „Dass es heute kleine Menschen mit Down-Syndrom gibt, weil die Eltern „Ohrenkuss“ gelesen und gesagt haben: „So schlimm ist das nicht! Wir kriegen dieses Kind gerne.“ Oder wie “Ohrenkuss“-Autor Aladdin Detlefsen meint: „Musst du machen, ausdenken, damit das Projekt zum weiter kommt.“


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