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Fehlgeburten - Ursachen und Umgang mit dem Verlust

Eine Fehlgeburt ist für die Betroffene eine große Last und mit großer Trauer verbunden. Grundsätzlich wird als Abort das frühzeitige Ende einer Schwangerschaft bezeichnet, bei der das Kind vor der 22. bis 24. Schwangerschaftswoche mit einem Gewicht von unter 500 Gramm auf die Welt kommt. Die Geburt kann spontan sein oder mit Einwilligung der Frau geschehen. Bei letzterem Fall ist von einem Schwangerschaftsabbruch die Rede.

In diesem Artikel:

Fehlgeburten: Das frühzeitige Ende einer Schwangerschaft

Das ungeborene Kind ist bei einer Fehlgeburt nicht weit genug entwickelt, um eigenständig lebensfähig zu sein. Nach der Geburt gibt es dementsprechend keine Lebenszeichen wie Herzschlag oder Atmung. Lebend geborene, unterentwickelte Kinder mit einem Gewicht von mindestens 500 Gramm werden als Frühgeburten bezeichnet.

Häufigkeit

Innerhalb der ersten Schwangerschaftsmonate kommt es häufig völlig unbemerkt zu einem Abort. Die Frau weiß häufig nicht einmal von ihrer Schwangerschaft. Erst eine verspätete Menstruationsblutung weist sie auf eine Fehlgeburt hin. Aus diesem Grund lässt sich nicht genau sagen, wie häufig Geburten fehlschlagen. Nach einer erfolgreich festgestellten Schwangerschaft erleiden zehn bis 20 Prozent aller Frauen eine Fehlgeburt.

Ursachen

Genetische Fehlbindungen des Embryos sind die häufigste Ursache. Weitere Ursachen sind:

  • Trauma
  • hormonelle Störungen
  • Gebärmutterhalsschwäche
  • Myome
  • Chromosomenanomalien
  • Blutarmut
  • Infektion mit Bakterien oder Viren
  • Vergiftungen
  • die Einnahme diverse Medikamente

Ursachen

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Fehlgeburt führen können. In den meisten Fällen ist die Ursache für ein Abort nicht eindeutig feststellbar. Kam es in der Vergangenheit zu einer Fehlgeburt und die Betroffene konnte nicht behandelt werden, liegt bei der nächsten Schwangerschaft das Risiko eines weiteren Fehlschlags bei 15 Prozent. Mit einem weiteren Abort steigt das Risiko auf 30 Prozent, später auf 80 Prozent an.

Nach dem Verlust

Jede Frau geht unterschiedlich mit einer Fehlgeburt um. Einige benötigen eine Therapie, andere dagegen eine Auszeit von der Arbeit. Wieder andere Frauen wollen nach dem Ereignis keine weitere Schwangerschaft riskieren. Haben sie dennoch einen starken Kinderwunsch, entscheiden sie sich häufig für die Adoption eines Kindes. Es gibt aber auch Frauen, die sich an ein SOS Kinderdorf wenden und sich entscheiden, Patin eines Kindes zu werden. Für welche Verarbeitung des Verlustes die Betroffene sich auch entscheidet, wichtig ist, dass ihre Familie, besonders der Lebenspartner, sie bei allen Entscheidungen unterstützt.


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