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Baby-Tagebücher

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4. Woche

Passfotos und Ausflug zum Konsulat

Passfotos – schwieriger als gedacht! Vom ersten Ausflug mit U-Bahn und Zug und die Ankunft der Großeltern…

Hallo zusammen,

Sonntag letzte Woche machten wir einen Spaziergang zu einem größeren Supermarkt und wollten auf dem Weg noch ein Passfoto von Anna machen, das wir für ihren Kinderausweis tatsächlich am folgenden Freitag brauchten. Naiv hatte ich angenommen, dass man das irgendwie schon im Automaten hinbekäme. Die Naivität zeigte sich ganz schnell. Ich setzte mich rein, hielt Anna hoch und mein Mann bediente den Automaten. Die Fotos wurden auch ganz nett, aber als Passfotos mit den ganzen Vorgaben wie einheitlicher Hintergrund, Blick gerade in die Kamera etc. sind sie leider ungeeignet. Schnell wurde klar, dass ich in ein Fotostudio müsste.

Glücklicherweise haben wir sogar ein Fotostudio im Haus! Mir war erst nicht klar, dass dort tatsächlich auch Fotos gemacht würden. Man sieht von außen wenig und ich dachte immer nur, sie drucken dort vielleicht Arbeiten aus. So wollte ich eigentlich gerade mit einer deutschen Freundin auf ihrem Heimweg am Bahnhof vorbei (ca. 40 Minuten zu Fuß und mit der U-Bahn) und die Fotos dort machen. Aber fragen kostet nichts und tatsächlich war es also doch ein richtiges Fotostudio. Tja, nun schlief Anna gerade ziemlich fest… Der Fotograf bereitete alles vor und hatte sogar Rasseln und ein Quietschtier da, um Annas Aufmerksamkeit zu lenken. Mit vereinten Kräften konnten wir sie aus dem Schlaf wecken und schafften es auch, ihren Blick nach oben zu halten, so dass der Fotograf einige Aufnahmen machen konnte. Und in der Tat hatten wir nach 10 Minuten schon die fertigen Bilder. Und wie niedlich sie darauf guckte, dicke Pausbacken, ein inzwischen wacher, aufmerksamer Blick – das kann sich sehen lassen!
Damit waren dann alle Unterlagen für die Beantragung des Kinderausweises bereit.

Freitag hatten wir einen Termin im Konsulat in Osaka reserviert. Etwa 1,5 Stunden Fahrt lagen vor uns und der Termin war um 10.30 Uhr. Da wir zwischendurch sicher noch mal stillen müssten und wir ja nun immer die Aufzüge suchen müssen, plante mein Mann noch 1,5 Stunden Zeitpuffer ein. Wir mussten also ziemlich früh los. Aber mit Baby ist man ja eh alle paar Stunden wach. Tatsächlich, als hätten wir uns mit ihr absprechen können, war ihr Trinktiming perfekt an diesem Morgen. Ich konnte mich fertig machen und sie anziehen und kurz bevor wir los mussten, noch einmal stillen. Beim Umstieg von der U-Bahn in den Zug mussten wir doch eine kurze Treppe überwinden ohne Aufzug, ich trug das Kind, mein Mann den Kinderwagen. Im Zug bekam ich einen Sitzplatz und konnte Anna dann auch halten, als sie unruhig wurde. Sie schlief auch wieder ein. Etwa 15 Minuten vor dem Ausstieg wurde sie aber doch hungrig und machte sich bald auch lautstark bemerkbar, da ich sie nicht anlegte. Uah, im Zug schreien, die anderen Fahrgäste übergingen das erst einmal, aber Anna wurde natürlich lauter. Ich hatte sie bereits im Tragetuch und nun überging ich das Tabu eben doch und bekam sie schließlich in eine Position, in der sie trinken konnte. Mein Halstuch diente als Sichtschutz und so waren die anderen Fahrgäste zwar vielleicht peinlich berührt, aber nicht mehr gestört von ihrem Geschrei. Wir mussten an der Endstation raus und konnten warten, bis der Wagen leer war. Selbst beim Laufen trank Anna weiter. Wir hatten unterwegs dank Internet herausgefunden, dass es gleich bei unserem Ausgang beim Ticketgate einen Stillraum geben musste. Offensichtlich war der dann nicht. Wir fragten am Schalter des Gates und der Stillraum war dort angeschlossen. Juhu! Hier konnten wir nun in aller Ruhe Annas Bedürfnisse stillen. Unsere Pufferzeit war nun schon fast ausgereizt.

Für den Besuch des Konsulats mussten wir nun noch Handys und Smart Watch wegsperren, denn elektronische Geräte sind aus Sicherheitsgründen dort nicht erlaubt. Am Bahnhof gibt es Schließfächer, also ließen wir alles dort. Dann mussten wir aber ohne Karte das Konsulat wiederfinden. Haha, ich hatte gedacht, ich finde den Weg wieder, Pustekuchen. Wir irrten eine Weile umher, den richtigen Ausgang aus dem Bahnhof zu finden. Dann fragte ich jemanden und dieser Herr war dann unglaublich freundlich! Er lotste uns durch den Bahnhof und durch das halbe angrenzende Stadtviertel, bis das Umeda Sky Building, in dem Konsulat und auch Goethe-Institut untergebracht sind, in Sichtweite war. Das war locker ein Weg von 10 Minuten gewesen!

Wir kamen dann noch rechtzeitig zu unserem Termin und konnten den Kinderausweis beantragen. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass in unseren Reisepässen der Wohnort nicht geändert worden war. Dort steht noch Hamburg. Die Abmeldebestätigung hatte ich jetzt nicht dabei… Wir dürfen sie aber glücklicherweise per Mail nachreichen.
Anna wurde auch dort leider wieder unruhig, aber sie konnte auch nur im Wagen liegen oder auf meinem Arm sein. Es gab keine Möglichkeit, sie mal abzulegen und sich frei bewegen zu lassen. Sie ließ sich aber gut beruhigen und schlief dann auch wieder ein.

Als wir das Konsulat verließen, entdeckten wir um die Ecke dann Schließfächer – dadong! Auf der Webseite hatte es keine Information dazu gegeben, schade. Hätte uns Nerven gespart!

Wir aßen noch zu Mittag in einem Bistro und planten die nächste Stillzeit wieder um die Ecke bei den netten Bahnmitarbeitern beim Ticketgate. Die Wartezeit bis dahin überbrückten wir mit einem Eis zu unserer Belohnung und nervlichen Entspannung. Das Reisen und Unterwegs-Sein mit Baby will eben auch geübt werden.
Vorher dachte ich immer, ein Baby schreit eben auch mal und andere Leute müssen das eben auch aushalten. Die Gesellschaft braucht Kinder und kann nicht erwarten, dass diese sich wie kleine Erwachsene verhalten und artig still sind.
Prinzipiell bin ich auch weiter dieser Meinung, aber wenn das eigene Kind dann schreit, halte ich es nicht aus und will es beruhigen. Ihretwegen, erst danach auch für die Leute um einen.

Noch ein Update zum Stillen und Annas Entwicklung:
Anfang der Woche hatte sie abends unglaubliche Hungerattacken. Sie trank beinahe drei Stunden lang mit nur kurzen Pausen und das im Wechsel zwischen Brust und Flaschen. Wir zwangen sie zu nichts, aber sie verlangte ganz deutlich nach mehr und mehr. Da man so Kleine wohl kaum überfüttern kann, gaben wir ihr. Im Gegenzug belohnte sie uns dann damit etwa fünf Stunden durchzuschlafen. Das hieß über drei Stunden Schlaf am Stück für die Mama! Juhu! So gut ausgeruht hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt! Das ging zwei Tage bzw. Nächte so. Der dritte Tag war dann wieder durchwachsen und irgendwie der Wurm drin, wenig trinken, viel quengeln. So sah ich entsprechend ko aus, als es am Donnerstag wieder zum Besuch bei der Stillberatung im Hospital ging. Dieses Mal hatte Anna aber über 300 Gramm zugenommen. Insofern also ein voller Erfolg!
Leider hat sich die Menge meiner Milch oder was Anna beim Stillen so heraussaugt, bis sie von selbst loslässt, nicht erhöht. Die Hebamme meinte, es könnte noch immer klappen, aber ich solle mich an den Gedanken gewöhnen, dass ich vielleicht dauerhaft zufüttern muss. Hm…

Am Wochenende stand noch ein Ereignis bevor, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Jedoch wurde die Freude noch etwas herausgezögert oder die Vorfreude verlängert: Vielleicht haben manche mitbekommen, dass wir hier am Wochenende einen sehr starken Taifun hatten. Hier in Kyoto regnete es nur den ganzen Samstag und es gab ein paar stürmische Böen. An anderen Orten, vor allem in den Küstenregionen war der Sturm aber der Schlimmste seit 60 Jahren. Auf die Folgen will ich hier nicht eingehen. Aber schon im Vorfeld wurden viele Flüge und auch Bahnverbindungen gestrichen.
Betroffen war auch der Flug meiner Eltern von Paris nach Osaka. Sie wurden dann umgeleitet und kamen Samstag nur noch nach Shanghai. Erst am Sonntag konnten sie weiter nach Osaka fliegen.

Das war ein schönes Wiedersehen nach über einem Jahr und meine Eltern hatten sich natürlich auch schon sehr darauf gefreut, ihre Enkelin kennen zu lernen! Die nächsten vier Wochen werden sie nun bei uns ihre Basis haben, aber auch etwas durch das Land reisen. Mal sehen, ob wir zu zweit oder zu dritt die eine oder andere kleine Tour schon mitmachen.
Jetzt freue ich mich schon über die Gespräche, gutes Essen, die Hilfe im Haushalt – und auch darüber, dass Anna nun auch mal von Oma oder Opa bespaßt wird oder bei ihnen einschläft.

Diese Woche steht bereits die U1 an, davon werde ich dann nächstes Mal berichten.

Habt eine gute Woche! Viele Grüße
Silke

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Anke (kidsgo-Tagebuch-Betreuerin)

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Foto: Privat

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Foto: Privat

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