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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
32. Woche

Foramen jugulare und das kleine Occiput

Prüfungsmarathon in den letzten 3 Wochen und Ruben, das kleine Occiput steht auf und ist dennoch mein kleines Baby

Asche auf mein Haupt. Ich habe den letzten Beitrag geschwänzt.
Das war die Entscheidung zwischen an den Computer oder sich mit Ruben beschäftigen und spielen, wo ich schon den ganzen Tag in der Uni war, geübt und gelernt habe, während Ruben die ganze Zeit mit seinem Papa auf Tour war. Sie machten alle Parks und besonders die grandiosen Hinterhof-Spielplätze unsicher. Benjamin kam immer nach einiger Zeit zurück, damit Ruben auch wusste, dass es seine Mama noch gibt. Ansonsten turnte Ruben auf den Sofas, auf dem Küchentisch, krabbelte überall umher und genoss sichtlich alle Aufmerksamkeit, die ihm von den Studenten entgegen gebracht wurde. Ich bekam ihn lediglich zum Stillen und wenn wir Pause machten zu Gesicht.

Eigentlich sollte der Eintrag schon fertig sein. Aber ich brauche abends für Ruben mittlerweile bis 21 Uhr oder sogar länger.
Ich merke es bereits seit letzter Woche: zurück zur Mama. Ich war immer so erleichtert, dass ich Ruben abends bei den ersten Müdeanzeichen einfach ins Bettchen legte und er schlief ein. Das ist nun der zweite Abend, an dem ich ihn sogar ins Tuch packe und er dort irgendwann den Kampf gegen das Wachbleiben verliert. Mit seinen 7 ½ Monaten wiegt er 10kg. 10 kg…. Wenn er sich dann im Tuch so an mich kuschelt, nachdem er im Bettchen weinend keine Ruhe finden konnte, ist er immer noch mein kleines Baby. Das mich mit großen blauen Kulleraugen ansieht und genau verfolgt, was ich mache. Bis er sein Köpfchen anlehnt und kurze Zeit später alle Spannung aus seinem kleinen Körper verschwindet. Leider habe ich das „ Hilfe, ich wachse“ Buch nicht mit in Berlin. Vielleicht hat er gerade eine Phase. Mich berührt das so tief. Wenn er durch die Wohnung peest, sich mittlerweile an Dingen hochzieht, die so gar nicht geeignet sind, weil sie kippen, rutschen oder scharfe Kanten haben, ich mit ihm kämpfe und Verstecken spiele; da wirkt er bereits wie ein kleiner großer Junge. Aber ganz oft ist er mein kleiner Junge, der ganz viel Nähe und Unterstützung braucht; so abhängig ist. Der kleine Junge, der mein Leben so bereichert hat. Ich bin gerade so voller Liebe.
Ein wenig gruselig ist dieser rasante Sprung zum von richtig gut Krabbeln können zu ich ziehe mich hoch und stelle mich hin. Ich wusste nicht, dass das so schnell geht....
Breiessen ist auch nicht mehr so angesagt. Alles drum herum ist so spannend, dass der blöde Brei total überflüssig wird. Ich liebe es aber, wenn er einmal ein paar Löffelchen isst, wie Ruben dann mit seinen Fingerchen in der Masse wühlt und knatscht. Vorgestern hat er Broccoli sowohl zerstückelt als auch gefuttert. Er war damit so beschäftigt, dass Benjamin und ich sogar gemeinsam essen konnten!

Heute Morgen um 10 Uhr war der Spuk vorbei. Nachdem ich drei gute praktische Prüfungen gezeigt hatte, gestern zwei Klausuren geschrieben habe, war der Abschluss heute eher mäßig. Aber egal: ICH BIN DURCH!!!!!
Zumindest die erste Runde. Im August folgen noch mal 5 schriftliche Prüfungen: Neuroanatomie, Physiologie, Wirbelsäule Anatomie, Innere Medizin und Biomechanik. Eins schrecklicher als das andere, was das Lernen betrifft! Aber morgen geht’s erst mal nach Rügen- Urlaub! Mit großem Garten.

Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich habe ein Semester mit Ruben studiert und habe den ersten Teil der Prüfungen erfolgreich hinter mich gebracht! Und ohne, dass mein Baby apathisch in der Ecke sitzt.

Soweit! Ich muss noch packen. Und die Wohnung etwas aufräumen. Hier ist alles liegen geblieben, alles! Und es ist schon wieder fast 10 Uhr. Ruben geht mittlerweile später ins Bett, wacht aber dennoch um 6 Uhr auf. Irgendwie gibt es immer so viel zu tun gerade.



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Kommentare von Lesern:

Antje, Berlin27.07.2016 17:43

Liebe Judith, hatte Dir ja schon per Mail gratuliert. Aber jetzt sind alles Prüfungen geschafft. Mann, du kannst dir wirklich auf die Schulter klopfen! Erstes Baby und Studium meisterst du wunderbar. Erhole dich gut mit deiner kleinen Familie und vielleicht bis bald mal. Antje

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Sandra27.07.2016 10:49

Liebe Judith,
herzlichen Glückwunsch und einen schönen Urlaub für euch, den hast du dir echt verdient!!
Ganz liebe Grüße, du schreibst so ein tolles Tagebuch!

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In diesem Beitrag geht's um:

Prüfungen, Hochziehen, Krabbeln