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Diabetes in der Schwangerschaft

Häufig wird es gar nicht erkannt: Schwangerschaftsdiabetes. Die Glukose-Stoffwechsel-Störung gehört zu den häufigsten Komplikationen, die während einer Schwangerschaft auftreten können. Zwischen 3 und 5 Prozent der Frauen leiden darunter, und bei bis zu 90 Prozent wird sie nicht erkannt und so auch nicht behandelt, denn die Erkrankung verläuft ohne eigene Symptome.

In diesem Artikel:

Neue Tests zur Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes

Die Folge der Stoffwechselstörung ist ein übermäßiges Wachstum des Babys im Mutterleib. Denn durch einen Schwangerschaftsdiabetes produziert das ungeborene Kind mehr Urin und dadurch erhöht sich auch die Menge des Fruchtwassers. Diese vermehrte Flüssigkeitsansammlung kann auch zu einer Frühgeburt führen. Hinzu kommt, dass das Kind durch das starke Wachstum häufig per Kaiserschnitt oder Saugglocke auf die Welt gebracht werden muss.

Screening-Verfahren

Doch seit neustem gibt es ein Screening-Verfahren zur Erkennung der Krankheit. Diagnostiziert wird die Störung oral. Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche bekommt die Schwangere von ihrem Arzt eine Glukoselösung zu trinken. Nach ungefähr einer Stunde wird ihr Blut abgenommen, in dem der Blutzuckergehalt gemessen wird. „Der Test ist wesentlich unkomplizierter und zuverlässiger als bisherige Messmethoden“, betont ein Sprecher der BKK Mobil Oil das Verfahren.

Weitere Infos

Mehr Informationen zur Schwangerschaftsdiabetes gibt es beim Netdoktor.de.

Bei Patientinnen mit einer familiären Vorbelastung wird das Screening zwischen der 30. und 32. Schwangerschaftswoche wiederholt. Es muss also eine Erkrankung bei den Eltern, Großeltern oder Geschwistern vorliegen. Liegt der Wert über einer bestimmten Grenze, muss ein Diabetes-Spezialist aufgesucht werden. Liegt er im Grenzbereich, raten Ärzte zu einem Verzicht von Süßigkeiten und Weißbrot.