MENU

Osteopathie: Alternative Heilmethode

Osteopathie stammt aus dem Griechischen: „ósteon“ heißt "Knochen" und „Páthos“ "Schmerz, Leiden, Leidenschaft, Erfahrung".

In diesem Artikel:

Alter der Methode

Osteopathie ist ein Diagnose- und Behandlungskonzept, das auf den amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828–1917) zurückgeht. Er vertrat die Anschauung, dass sich jeder Bereich des Körpers in ständiger Bewegung befindet, nicht nur bezogen auf das Muskel-Skelett-System, sondern auch auf die Organe. Jede Einschränkung dieser Beweglichkeit könne Krankheiten auslösen.

Buchtipps

Birgit Gillemot; 
Osteopathie für Kinder
Südwest-Verlag, 2007; 
ISBN 978-3-517-08281-3; 
10,95€

Christoph Newiger; 
Osteopathie – Sanftes Heilen mit den Händen
Trias; 3., vollständig überarbeitete Auflage (Empfohlen vom Verband der Osteopathen Deutschland e.V.),
ISBN 978-3-8304-3270-8; 
14,95 €

William Garner Sutherland (1873-1954), ein Student Stills, erweiterte das osteopathische Konzept um den Bereich des Schädels und begründete damit die Cranio-Sacrale Osteopathie. Das Wort leitet sich von der griechischen Bezeichnung “craníon” (Schädel) und dem lateinischen Begriff “os sacrum” (Kreuzbein) ab.

Inhalte/Methoden

Osteopathen ertasten Spannungen im Körper und suchen nach ihren Ursprüngen wie bspw. Verletzungen. Mit feinen Handbewegungen, mit Dehnung und Druck, lockern sie das Gewebe, um die Bewegung zu fördern. Bei der Cranio-Sacral-Therapie versucht der Therapeut, durch spezifischen Druck auf Schädel und untere Wirbelsäule das zu erspürende rhythmische – und im Störungsfall eben nicht rhythmische – Pulsen der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) zu beeinflussen.

Anwendungs- und Wirkungsweise

Das Erspüren der Strömungen, Bewegungen und Spannungen im Körper löst Blockaden in allen Systemen des Körpers und mobilisiert die Selbstheilungskräfte. Die Lockerung führt zu einem verstärkten Fluss von Blut und Lymphe, sodass Gewebe und Organe mit mehr Nährstoffen versorgt werden und Stoffwechselprodukte besser abfließen können.

Kostenübernahme Krankenkassen

Private Krankenversicherungen übernehmen die Behandlungskosten teilweise, manche gesetzliche Kassen auch. Bitte nachfragen, die Regelungen ändern sich oft.