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Medikamente während der Schwangerschaft

Der Kopf dröhnt, die Nase tropft. Ein Griff in die Hausapotheke und die Welt sieht gleich ganz anders aus. Wenn da nicht das ungeborene Baby wäre.

In diesem Artikel:

Das geht ins Blut - Schwangerschaft und Medizin

Egal welches Medikament die Schwangere nimmt, das Baby schluckt mit. Darum sollten schwangere Frauen in punkto Selbstmedikation grundsätzlich zurückhaltend sein. Ganz besonders gilt das für die Zeit der Organbildung zwischen der 6. und 12. Schwangerschaftswoche.

Es müssen nicht immer Medikamente sein

Fieberfreie Erkältungen können auch mit ein bisschen Ruhe, Salbeitee und einem Kartoffel-Halswickel kuriert werden. Der verstopften Nase hilft eine einfache Kochsalzlösung. Den Husten stillen pflanzliche Mittel aus Thymian- oder Schlüsselblumenextrakt, bei Kopfschmerzen ist Pfefferminzöl, sanft auf die Schläfen massiert, die erste Wahl.

Vorsicht bei Schmerzmitteln. Hier gibt es neben Paracetamol nur wenige unbedenkliche Substanzen und auch da sollte unbedingt ein Arzt gefragt werden.

Alternative - Homöopathie und anthroposophische Heilmittel

Alternativen gibt es in der Homöopathie und bei den anthroposophischen Heilmitteln. Gerade bei Schwangerschaftsbeschwerden lohnt es, sich diesbezüglich von einer Hebamme beraten zu lassen. Denn auch pflanzliche Medikamente und Tees sind nicht automatisch unbedenklich. Viele Frauen sind unsicher, ob sie pflanzliche Mittel in einer Alkohollösung nehmen dürfen. „Es gibt zwar keinen Anhaltspunkt, dass dadurch ein Kind zu Schaden kommen kann“, erklärt Miriam Felberg, Apothekerin beim Pharmakonvigilanzund Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie. Um jegliches Risiko zu vermeiden, rät sie aber lieber zu wässrigen Lösungen oder festen Formen (Globuli, Tablette, Verreibung). Ernsthafte Erkrankungen gehören in jedem Fall in ärztliche Hände.


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