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Rückhalt im sozialen Netz - Gut aufgehoben fühlen sich Schwangere wohl

Ob es einer Schwangeren gut geht, darüber entscheiden nicht so sehr die finanzielle Sicherheit oder ein bestimmter gesellschaftlicher Status. Der feste Platz in einem sozialen Gefüge ist ausschlaggebend – und der sorgt dafür, dass sich auch wirtschaftlich benachteiligte Frauen, die ein Kind erwarten, gesund und wohl fühlen.

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Rückhalt im sozialen Netz - Gut aufgehoben fühlen sich Schwangere wohl

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der University of Michigan. Das Forscherteam begleitete fast 300 Frauen während ihrer Schwangerschaft. Die Wissenschaftler zogen Vergleiche zwischen Afroamerikanerinnen und europäischen Amerikanerinnen, Frauen mit niedrigerem und höheren Einkommen und gesellschaftlichem Stand.

Sie suchten nach Einflüssen, die dazu beitragen, dass eine Frau während ihrer Schwangerschaft gesund bleibt und sich wohl fühlt. Auf den ersten Blick schienen sozialer Status, ethnische Zugehörigkeit und Vermögen die wichtigsten Faktoren zu sein. Afroamerikanische Frauen und Frauen mit niedrigerem sozioökonomischen Status hatten insgesamt mehr Stress und höhere Blutdruckwerte. Finanziell unabhängigen Frauen ging es tendenziell besser. Aber auch einem Teil der wirtschaftlich benachteiligten Frauen ging es prächtig. Sie zeigten keine Symptome seelischer Belastung. Der Grund: Die Schwangeren hatten ein starkes Gemeinschaftsgefühl, waren in eine gutes soziales Netz eingebunden und pflegten Freundschaften – sie waren in ihrer „Community“ gut aufgehoben.

"In eine Gemeinschaft eingebettet"

„Die Ergebnisse legen nahe, dass es für das Wohlbefinden von Schwangeren wichtig ist, in eine Gemeinschaft eingebettet zu sein“, fasst die Studienleiterin Cleopatra Abdou zusammen. „Es braucht ein ganzes Dorf, um eine Schwangere gesund und in guter Verfassung zu halten“, sagt die Sozialpsychologin.


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