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Schwimmen in der Schwangerschaft – Bis kurz vor der Geburt möglich

So ein Babybauch kann im Laufe der Monate ganz schön schwer werden – im Wasser ist er jedoch ein Fliegengewicht. Deshalb ist Schwimmen ein idealer Sport für Schwangere: Die Bewegung im Wasser trainiert Herz, Kreislauf, Atmung und schont die Gelenke.

In diesem Artikel:

Schwimmen vor der Geburt? Auftrieb für den Babybauch

„Durch die Ganzkörperbewegung werden alle Muskelgruppen beansprucht. Wenn der Frauenarzt keine Einwände hat, können Frauen bis kurz vor der Geburt schwimmen gehen“, sagt Sabine Kanngiesser, Sportwissenschaftlerin des Informationsportals „Sport und Schwangerschaft“ der Deutschen Sporthochschule in Köln. Wann es bei dir soweit ist, kannst du hier in unserem Geburtsterminrechner ausrechnen.

Das feuchte Element ist der Freund einer jeden Schwangeren. Anders als beim Joggen oder Radfahren besteht nämlich im Wasser praktisch keine Verletzungsgefahr, der Rücken wird entlastet, und das beugt Kreuzschmerzen vor. Nicht zu verachten ist der Wohlfühleffekt: Schwangeren kommt der hydrostatische Druck zugute – der Auftrieb, der einem ein Gefühl von Schwerelosigkeit verleiht.

Weitere Infos

Umstandsbademode 
Umstandsbademode für Schwangere

Weiterführende Informationen auf
www.sportundschwangerschaft.de

Spezielle Schwimmkurse für Schwangere

Viele Schwimmbäder und Krankenhäuser bieten spezielle Kurse für Schwangere an, die auf deren Belastungsgrenze ausgelegt sind, zum Beispiel Aquafitness, Aquajogging oder Wasseraerobic. Probiere es mal aus, denn in der Gruppe macht’s mehr Spaß. Wer lieber allein seine Bahnen zieht, sollte sich nicht zu viel abverlangen: „Ein Puls zwischen 100 und 120 Schlägen pro Minute ist in Ordnung, das lässt sich mit Hilfe einer Pulsuhr kontrollieren“, so Kanngießer. Die Infektionsgefahr in öffentlichen Schwimmbädern ist gering. Um einer Infektion vorzubeugen, empfehlen die Hebammen des Online-Coachings Schwangeren, während des Schwimmens einen in Joghurt getränkten Tampon zu tragen. Der stellt den natürlichen ph-Wert in der Scheide wieder her und bietet so Schutz vor Pilzinfektionen.

Schwimmen in der Schwangerschaft: Mit Ruhe und Bedacht schwimmen

Für Ungeübte gilt: Alles ruhig angehen lassen. „Zwei- bis dreimal in der Woche für etwa 30 Minuten schwimmen zu gehen ist für Untrainierte die Obergrenze“, so die Sportwissenschaftlerin. „Brust- und Rückenschwimmen sind von der Atemtechnik und vom Bewegungsablauf für Schwangere gut geeignet, Schmetterlingsschwimmen allerdings nicht, das ist zu anstrengend.“ Geübte Kraulschwimmerinnen dürfen ihrem Schwimmstil natürlich auch in der Schwangerschaft treu bleiben.