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Schwanger mit Katze, Kaninchen & Co.

Es flattert, wuschelt und schnurrt gewaltig in Deutschland: In mehr als jedem dritten Haushalt leben Haustiere. Kündigt sich ein neues Familienmitglied an, betrifft das auch die tierischen Mitbewohner. Schwanger mit Katze oder Hund – was musst du wissen? Und was ist eigentlich Toxoplasmose?

In diesem Artikel:

Schwanger mit Haustieren

„Du bist schwanger? Was macht ihr denn jetzt mit der Katze?“ – Fragen wie diese hören schwangere Tierfreundinnen häufiger. Zum Glück ist es nur in seltenen Ausnahmefällen nötig, Hund, Katze oder Maus während der Schwangerschaft auszuquartieren. Allerdings sind bis zur Geburt ein paar Regeln zu beachten, damit Mensch und Tier auch in dieser besonderen Zeit gesund und zufrieden zusammenleben.

Hygiene ist oberstes Gebot

Wo sich Keime verbreiten können, steigt das Krankheitsrisiko. Das gilt auch in „normalen“ Zeiten, ist aber während der Schwangerschaft umso wichtiger. Deshalb sollten Haustiere unbedingt sauber gehalten, entwurmt, entlaust und geimpft sein, wenn unter dem gleichen Dach eine Schwangere wohnt. Es ist ratsam, für alle Fälle den Frauenarzt oder die Hebamme zu informieren, dass ein Tier zum Haushalt gehört – insbesondere, wenn die werdende Mutter schon einmal allergische Reaktionen auf Tierhaare gezeigt hat.

Spezialfall Katze

Besonderes Augenmerk gilt Katzen in der Schwangerschaft, jedenfalls dann, wenn die angehende Mutter keine Antikörper gegen Toxoplasmose hat. Denn wenn sich die Schwangere mit dieser an sich harmlosen Krankheit infiziert, kann das für das ungeborene Kind gefährlich sein. Und da Katzen neben rohem Fleisch eine mögliche Infektionsquelle sind, sollten Schwangere, die Kontakt zu Katzen haben, einen Toxoplasmose-Test durchführen lassen. In Deutschland ist der Bluttest zwar keine Kassenleistung, er schlägt aber nur mit ca. 20 € zu Buche.

Weitere Infos

  • Toxoplasmose
    Ausführliche Infos zu der Krankheit gibt es auf www.toxoplasmose.net
  • Wie halte ich mein Tier artgerecht und gesund?
    Die Website der Initiative s.m.i.l.e. des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte e.V. bietet eine Fülle an Informationen zur richtigen Haltung, Ernährung und Gesundheit von Haustieren: www.smile-tierliebe.de.

Toxoplasmose-Test negativ – und dann?

Schwangere, bei denen Antikörper nachgewiesen werden, können aufatmen. Sie gehören zu den etwa 40 Prozent der Bevölkerung, die schon einmal – meist unbemerkt – eine Toxoplasmose durchgemacht haben. Ist der Test negativ, ist Vorsicht angesagt: Bis zur Geburt sollten Schwangere den Kontakt mit Katzen minimieren. Katzenbesitzerinnen sollten sich vor allem vor dem Katzenklo in Acht nehmen, denn die Erreger befinden sich im Kot. Im Optimalfall übernimmt der Partner bis zur Geburt die Reinigung des Katzenklos – am besten täglich.

Geburtsvorbereitung für Tiere

Egal ob ein Fisch, Vogel oder Hund im Haus wohnt, wenn die Hygiene stimmt, spricht nichts dagegen, die Zeit bis zur Geburt einträchtig tierisch-menschlich zu genießen. Am besten wird das Tier von Anfang an einbezogen. Hunde zum Beispiel sollten das neue Kinderzimmer ausführlich beschnüffeln dürfen, aber auch lernen, dass der Wickeltisch für sie tabu ist. Dafür bekommen sie vielleicht eine neue Kuschelecke fernab der künftigen Krabbelrouten des Babys – dann sind am Ende alle zufrieden.