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Schwangerschaftsübelkeit: Was gegen Übelkeit hilft

In alten Filmen deuteten oft drei Dinge darauf hin, dass eine junge Frau schwanger war: Die Heldin hatte Heißhunger auf saure Gurken, der Liebste überraschte sie, wie sie voller Hingabe winzige Söckchen strickte oder ihr wurde übel, im schlimmsten Fall verbunden mit einer Ohnmacht.

In diesem Artikel:

Frühschwangerschaft: Rund 80 Prozent leiden an Übelkeit

Auch in der Realität leiden viele werdende Mütter, besonders zwischen der 6. bis 12. Schwangerschaftswoche (SSW), unter Übelkeit. Und zwar rund 80 Prozent, wie der Berufsverband der Frauenärzte e.V. unlängst festgestellt hat. Bei der Hälfte der Frauen führt die Übelkeit sogar bis zum Erbrechen.

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Auch Schwindel, Müdigkeit und Kreislaufprobleme sind bis zur 12. SSW nicht selten. Als Ursache für die Übelkeit gilt ein hoher Spiegel des Schwangerschaftshormons HCG (Human Choriongonadotropin), der nach dem 3. Monat wieder abfällt.

Einen kleinen Trost gibt es: Selten, so betonen die Gynäkologen, würden Frauen während der ganzen Schwangerschaft darunter leiden. Außerdem seien die körperlichen Reaktionen ein Hinweis darauf, dass sich die Schwangerschaft fortentwickelt und der Embryo sich auf sein enormes Wachstum in den nächsten Monaten vorbereitet.

Nur in seltenen Fällen tritt eine extreme Form von Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) auf, die gegebenenfalls im Krankenhaus behandelt werden muss.

8 Experten-Tipps gegen Übelkeit

Der Experten des Berufsverbandes der Frauenärzte geben acht Tipps, die helfen können, die Beschwerden zu lindern:

  • Bereits vor dem Aufstehen etwas essen und trinken.
  • Fünf bis sechs kleine Mahlzeiten am Tag (hält den Blutzuckerspiegel konstant).
  • Regelmäßig an die frische Luft gehen bzw. die Räume lüften.
  • Ruhepausen einlegen und dem Schlafbedürfnis nachgeben.
  • Vor dem Aufstehen Gymnastik im Bett machen (Beine anziehen strecken, Füße kreisen).
  • Gemüse- oder Fleischbrühe in kleinen Schlucken trinken.
  • Rasche Bewegungen vermeiden (z.B. langsam aus der Hocke aufstehen).
  • Den Kreislauf in Schwung bringen, z.B. mit Schwimmen, Rad fahren oder Yoga.

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