Ausreichend versorgt? Alles, was Eltern zum Thema Vitamin D3 bei Kindern wissen müssen
Das Wohlbefinden des Kindes steht für Väter und Mütter an erster Stelle. Gerade in der Wachstumsphase möchten Familien sicherstellen, dass es dem Nachwuchs an nichts fehlt. Ein Thema rückt dabei regelmäßig in den Fokus: das sogenannte Sonnenvitamin. Viele Eltern fragen sich, ob die Versorgung im oft hektischen Alltag zwischen Kindergarten, Schule und Freizeit ausreicht. Besonders in den kälteren Monaten oder bei vorwiegendem Aufenthalt in geschlossenen Räumen wird die körpereigene Bildung der entscheidenden Mikronährstoffe über die Haut auf eine harte Probe gestellt.
Warum Vitamin D im Wachstum eine besondere Rolle spielt
Vitamin D wird für ein normales Wachstum und eine normale Entwicklung der Knochen bei Kindern benötigt. Zudem trägt es zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Entscheidend ist dabei die Versorgung mit einer passenden Menge. Mehr ist nicht automatisch besser, denn Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann im Körper gespeichert werden.
Sonnenlicht ist die wichtigste Quelle
Die körpereigene Bildung findet in der Haut unter UVB-Einwirkung statt. In Deutschland reicht die Sonneneinstrahlung von Oktober bis März meist nicht aus, um darüber genügend Vitamin D zu bilden. In den helleren Monaten können dagegen regelmäßige Aufenthalte im Freien zur Versorgung beitragen. Wichtig! Sonnenbrand sollte dabei konsequent vermieden werden.
Wie gut die Eigenbildung funktioniert, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Jahreszeit und geografische Lage
- Aufenthaltsdauer im Freien
- Hautpigmentierung
- bedeckte oder unbedeckte Haut
Der Körper kann im Sommer gebildetes Vitamin D speichern und später nutzen. Deshalb lässt sich aus einem einzelnen grauen Wintertag noch kein Versorgungsproblem ableiten.
Für Säuglinge gelten eigene Empfehlungen
Im ersten Lebensjahr ist die Situation anders. Säuglingshaut soll nicht gezielt direkter Sonne ausgesetzt werden, während Muttermilch allein die Vitamin-D-Versorgung meist nicht sicherstellt. In Deutschland werden daher ab der zweiten Lebenswoche täglich 400 bis 500 Internationale Einheiten empfohlen. Das entspricht 10 bis 12,5 Mikrogramm. Die Gabe erfolgt bis zum zweiten erlebten Frühsommer, abhängig vom Geburtszeitpunkt meist etwa 12 bis 18 Monate.
Nach dem Säuglingsalter zählt das Gesamtbild
Für Kinder ab einem Jahr liegt der Schätzwert bei 20 Mikrogramm Vitamin D täglich, sofern überhaupt keine körpereigene Bildung stattfindet. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Menge grundsätzlich über ein Supplement zugeführt werden sollte. Zur Versorgung tragen die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht und Vitamin D aus der Ernährung gemeinsam bei. Über Lebensmittel nehmen Kinder im Durchschnitt allerdings nur etwa 1 bis 2 Mikrogramm pro Tag auf. Nennenswerte Mengen liefern etwa fettreiche Fische oder bestimmte angereicherte Lebensmittel. Auch Eier liefern kleinere Mengen Vitamin D. Insgesamt lässt sich der Bedarf über die Ernährung jedoch nur begrenzt decken. Wenn die körpereigene Bildung über längere Zeit eingeschränkt ist, kann es schwieriger sein, den Bedarf allein über Lebensmittel zu decken.
Eine aktuelle Einordnung zur Nährstoffversorgung von Kindern unterstreicht deshalb einen wichtigen Grundsatz: Eine Nahrungsergänzung sollte nicht vorsorglich auf Verdacht erfolgen.
Supplemente am individuellen Bedarf ausrichten
Außerhalb der empfohlenen Vitamin-D-Gabe im Säuglingsalter benötigt nicht jedes Kind automatisch Nahrungsergänzungsmittel. Das gilt ebenso für Eisen oder weitere Mikronährstoffe. Je nach der Ernährungsweise oder individuellen Versorgung kann jedoch ein Mehrbedarf bestehen, bei dem eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein kann.
Vitamin-D-Präparate unterscheiden sich erheblich in ihrer Dosierung. Die Vitamin D3 & K2 Tropfen von BIOGENA enthalten beispielsweise 5.000 Internationale Einheiten Vitamin D3 pro Tropfen. Gerade bei hoch dosierten Präparaten ist eine individuelle Abstimmung empfehlenswert und speziell bei Kindern sollte die Einnahme mit einem Kinderarzt oder anderem medizinischen Fachpersonal besprochen werden.
Bestehen Zweifel an der Versorgung, kann der Vitamin-D-Status über die Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D im Blutserum bestimmt werden. Auf dieser Basis lässt sich besser beurteilen, ob eine Ergänzung sinnvoll ist und welche Dosierung zum individuellen Bedarf passt.
Gut versorgt heißt passend versorgt
Vitamin D3 verdient in Wachstumsphasen Aufmerksamkeit, doch eine gute Versorgung entsteht nicht durch möglichst hohe Dosierungen. Säuglinge erhalten in Deutschland eine klare Supplement-Empfehlung. Bei älteren Kindern zählen die Sonnenexposition und der individuelle Mikronährstoffstatus. Wer ein Präparat erwägt, sollte die Dosierung fachlich abstimmen lassen. So bleibt aus Fürsorge eine Versorgung, die tatsächlich zum Kind passt.