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Bei PEKiP werden Babys Schritt für Schritt in ihrer Entwicklung unterstützt

Erst wenige Wochen alt und schon startet die Frühförderung? Absolut okay, wenn es sich um PEKiP handelt. Hier stehen die individuelle Entwicklung des Babys und die Bindung zwischen Eltern und Kind im Vordergrund. Und das macht Spaß – nicht nur den Kleinen!

In diesem Artikel:

Bei PEKiP werden Babys Schritt für Schritt in ihrer Entwicklung unterstützt

Lea kann es nicht fassen: da krabbelt sie ein bisschen vor sich hin und – hoppla! Auf einmal blickt ihr vom Boden aus ein lebensgroßes Baby entgegen. Und das sieht ihr sogar richtig ähnlich! Blaue Augen und braune Locken mit einem rosa Klämmerchen darin. Lea beginnt vor Begeisterung leise zu quietschen und patscht mit der Hand auf den Boden. Das findet Carl so interessant, dass er den Schneebesen, den er gerade ausführlich inspiziert, sofort liegen lässt und zu Lea hinüber robbt. Nun sitzen die beiden elf Monate alten Babys einträchtig nebeneinander und starren fasziniert unter sich – denn auch Carl wird von einem pausbäckigen Blondschopf, der ihm haargenau gleicht, angeguckt. Kein Wunder: Unter den beiden kleinen Abenteurern liegt ein Spiegel. „Natürlich haben wir zuhause auch Spiegel“, sagt Carls Mutter Anne. „Aber die hängen an der Wand, also kann Carl höchstens auf meinem Arm das Baby im Spiegel bewundern. Irgendwie hat ihn das auch nie so richtig interessiert!“

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Schon Babys haben in großer Runde noch mehr Spaß

Bis jetzt. „Ich glaube, es liegt daran, dass er mit den anderen Kindern zusammen diese Erfahrung macht“, meint seine Mama. „Es ist ja spannender, gemeinsam etwas Neues zu entdecken.“ Das sieht Lisa offenbar ebenso. Allerdings traut sie sich nicht zum Spiegel hin, sondern beobachtet das Geschehen lieber aus der Ferne. „Sie ist sehr zurückhaltend und braucht Zeit. Aber das ist hier überhaupt kein Problem, weil es so viel zu gucken gibt. Ich merke, dass es Lisa hier wirklich gut gefällt. Wahrscheinlich, weil hier jeder sein Tempo selbst bestimmen kann“, sagt ihre Mama Jana. Lisa einfach machen zu lassen, sich geduldig zurückzuziehen, das hat sie erst im Kurs gelernt. Und auch, dass Lisa mit Brei wenig anfangen kann, sieht die 36-Jährige entspannter, als sie es ohne PEKiP getan hätte.

Hilfe bei Breiverweigerern und Haarausfall inklusive

„Ich finde es toll, dass man im Kurs alle Baby-Themen offen ansprechen kann, sowohl in der Gruppe als auch im Einzelgespräch. Dadurch habe ich erfahren, dass zwei andere Babys auch den Brei verweigern und Alternativen kennengelernt. Allein hätte ich an mir gezweifelt.“ Leas Mutter Carmen hatte einen ebensolchen Aha-Effekt vor sieben Monaten. „Morgens hatte ich beim Haarewaschen plötzlich Strähnen in der Hand! Ich habe mich sehr erschrocken und es beim PEKiP direkt angesprochen. Witzigerweise stellte sich dabei heraus, dass alle Mamas zur gleichen Zeit unter hormonbedingtem Haarausfall litten. Nach dem Kurs gingen wir zu Acht samt Babys in die Apotheke und holten uns Schüßler Salze. Und danach ging es gemütlich Kaffee trinken. Das machen wir seitdem immer so.“

Die Mütter nehmen nicht nur Hilfestellungen zu allen Fragen rund ums Baby und neue Freundschaften mit, sondern auch jede Menge Ideen, wie man die Kleinen daheim sinnvoll beschäftigt. „Wir achten darauf, dass alle Anregungen und Spielideen zu Hause umgesetzt werden können. Viele Materialien, die in der Kursarbeit zum Einsatz kommen, lassen sich so oder in abgewandelter Form in jedem Haushalt finden“, erklärt Barbara Probst-Altenhofen, die regelmäßig PEKiP-Kurse in Wiesbaden leitet. Sie findet wichtig, dass nicht nach einem Jahr alles vorbei ist. „ Es gibt beispielsweise Musikkurse für die Kleinsten, Krabbelgruppen oder Babyturnen. Eine gute Idee sind auch Eltern-Kind-Treffs unter erfahrener Leitung.“

Interview mit Barbara Probst-Altenhofen: Baby ist Initiator der Handlung

Bild: privat

Barbara Probst-Altenhofen bietet in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte in Wiesbaden regelmäßig PEKiP-Kurse an. Lebensbegleitung im ersten Lebensjahr ist für sie das A und O in der sensiblen Phase der „Familienbildung“.

Es gibt so einige Kurse, in denen das Baby im Mittelpunkt steht. Was ist das Besondere an PEKiP?

Die momentane Befindlichkeit und die aktuellen Bedürfnisse des Kindes stehen im Mittelpunkt. Das Baby ist Initiator der Handlung und die Anregungen richten sich nach dem jeweiligen Können und Wollen des einzelnen Kindes. Es gibt kein starr vorgegebenes Gruppenangebot, bei dem alle mitmachen sollen, egal, ob es gerade passt oder nicht.

Was tut den Babys bei PEKiP so gut?

Weil die Kinder keine Kleidung tragen, lernen sie ihren Körper kennen und probieren ihre eigenen Möglichkeiten der Bewegung individuell in einem geschützten und mit weichen Matten ausgestatteten Raum aus. Außerdem können die Babys erste Erfahrungen mit Gleichaltrigen machen. Auch die Erwachsenen kommen auf ihre Kosten: Der Kontakt und der Austausch der Mütter untereinander ist wichtig. Alle Themen und Fragen, die im Alltag mit dem Baby auftauchen, können mit der speziell ausgebildeten Gruppenleiterin besprochen werden. Die Eltern bekommen vielfältige Anregungen, Antworten und Unterstützung, um die natürliche Entwicklung ihres Kindes optimal zu begleiten.

Inwieweit können die Anreize zuhause umgesetzt werden?

Wir achten darauf, dass alle Anregungen und Spielideen zu Hause umgesetzt werden können. Das Holzpodest im Kurs kann zu Hause zum Beispiel durch einen niedrigen Karton ersetzt werden, um die nächste Höhenstufe zu erklimmen. Viele Materialien, die in der Kursarbeit zum Einsatz kommen, lassen sich so oder in abgewandelter Form in jedem Haushalt finden. Einfach mal ausprobieren!

Was lehrt der Kurs über die spielerische Anregung hinaus?

Die gruppenpädagogische Entwicklungsbegleitung schließt alle Fragen und Antworten mit ein, die sich um Erziehungsstile, Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Ernährungsberatung drehen. Somit haben die Teilnehmerinnen jederzeit einen Überblick über das aktuelle Stadium, in dem sich ihr Kind befindet und eine kompetente Ansprechpartnerin, die mit Rat zur Seite steht. In dem geschützten Rahmen der vertrauten Kleingruppe ist Platz für alle Fragen in der sensiblen Zeit der „Familienwerdung“.

PEKiP gibt es nur im ersten Lebensjahr. Welche Angebote machen danach Sinn?

Zum Beispiel Musikangebote, Krabbelgruppen oder Babyturnen. Eine gute Idee sind auch Eltern-Kind-Treffs unter erfahrener Leitung.


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