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Windelfrei - Tipps für das Trocken-werden

Ein Baby ohne Windeln? Katrin Ternes wusste, dass das möglich war, dachte aber: „Klar, beim dritten Kind habe ich nichts Besseres zu tun, als ständig zu gucken, dass das Kind mich nicht anpinkelt.“ Doch dann war Rosalie da und mit ihr plötzlich auch der Gedanke: Vielleicht geht es doch. „Ich wollte sie einfach nicht in ihren Ausscheidungen liegen lassen“, erzählt Katrin.

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Hohe Trefferquote

Und so begann sie schon im Wochenbett, jedes Mal, wenn sie selbst zur Toilette musste, Rosalie über dem Waschbecken abzuhalten. Erstaunlicherweise klappte das von Anfang an so gut, dass zumindest jeder Stuhlgang ins Becken ging. Katrin nahm sich Zeit für ihr Wochenbett, und als sie nach gut drei Wochen wieder in den normalen Familienalltag zurückkehrte, wusste sie bereits genau, wann Rosalie musste. Meistens kurz nach dem Stillen oder nach dem Aufwachen. Eine kleine Schüssel oder ein Schraubglas wurden ihre ständigen Begleiter, wenn sie mit Baby unterwegs war. Nachts nahm Katrin ihre Tochter mit ins Bett, und wenn diese musste, klopfte sie Mama auf den Arm.

Erfahrungsbericht

Einen Erfahrungsbericht findest du auf väterzeit.de: Abhalten - Windelfrei von Anfang an?

Reserve-Dress für unterwegs

Natürlich gab es kleine Unfälle. „Windelfrei heißt für mich auch ein körpernaher Umgang mit dem Baby“, erklärt Katrin. Solange sie Rosalie im Tragetuch trug, ging so gut wie nie etwas daneben. Das passierte eher später, als Rosalie anfing zu krabbeln und nicht mehr ständig in Mamas Nähe war. Wer sein Kind windelfrei lassen möchte, braucht auf alle Fälle Wechselkleidung und zwar sowohl für das Kind als auch für sich selbst. Da es kaum Windelfrei-Kleidung in den kleinen Babygrößen gibt, ist ein bisschen Kreativität gefragt. „Ich hab in einem Drogeriemarkt kleine Unterhosen gefunden und ansonsten trug sie einfach etwas längere Unterhemden“, erinnert sich Katrin.

Schneller trocken

Windelfrei heißt auch nicht, dass es immer ohne Windeln geht. Als Rosalie gut ein halbes Jahr alt war, nahm Katrin sie mit zur Mutter-Kind-Kur. In dieser Zeit hat sie ihre Tochter überwiegend gewindelt. Dasselbe folgte dann sechs Monate später noch einmal, als Katrin wieder anfing zu arbeiten und ihrer Tochter darum weniger Aufmerksamkeit schenken konnte. Doch die Windelepisoden blieben kurze Phasen. Mit 16 Monaten ging Rosalie selbstständig aufs Töpfchen und mit 18 Monaten war sie tagsüber und nachts trocken.

Katrins Söhne, beides Wickelkinder, waren mit zwei- bzw. dreieinhalb Jahren trocken. „Im Vergleich dazu fand ich den windelfreien Umgang mit meiner Tochter viel einfacher“, meint Katrin. „Kein Wundsein, kein stinkendes Kind in vollen Windeln und nach 18 Monaten war das Thema komplett durch.“

Zum Weiterlesen

  • TopfFit! Der natürliche Weg mit und ohne Windeln
    Laurie Boucke, Anahita-Verlag, 2010, 16,90 € ISBN: 978-3-937797-14-4
  • Es geht auch ohne Windeln
    Ingrid Bauer, Kösel Verlag, 2004, 17,95 € ISBN: 978-3-466-344727. Neuauflage 2012 geplant