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Affektkrampf bei Baby: Was tun bei Affektkrämpfen?

Erik ist 14 Monate alt, als es zum ersten Mal passiert. Er stolpert und fällt. Doch statt zu schreien, wird er blass und verdreht die Augen. „Ein Affektkrampf“, diagnostiziert der Kinderart. Kein Grund zur Sorge.

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Affektkrämpfe - Wenn Kleinkinder sich ausklinken

Affektkrämpfe sind keine Seltenheit. Geschätzt trifft es etwa fünf Prozent aller Kleinkinder ab dem sechsten Lebensmonat. Betroffene Kinder können Reize wie Schmerz, Frustration oder Wut noch nicht angemessen verarbeiten. Die Erregung ist so groß, dass sie nicht anders können, als vegetativ überschießend zu reagieren. Ihnen bleibt buchstäblich vor Schreck die Luft weg. Die Kinder werden bewusstlos, ihre Haut wird blass oder kann sich leicht blau verfärben und manchmal kommt es durch den Sauerstoffmangel sogar zu unkontrollierten Zuckungen der Arme und Beine. Affektkrämpfe sehen eindrucksvoll aus und können Eltern in gehörige Angst versetzen. Sie bleiben aber folgenlos. „Ich habe in meiner langjährigen Praxis noch kein Kind mit Folgeschäden durch Affektkrämpfe gesehen und auch in der mir bekannten Literatur ist kein einziger Fall beschrieben“, erklärt der Bremer Kinderarzt und Facharzt für Epileptologie, Dr. Helmut Volkers.

Wie reagieren bei Affektkrämpfen?

Dennoch: Tritt ein Affektkrampf erstmalig auf, sollte der Kinderarzt hinzugezogen werden. Wenn es passiert, sollten die Eltern sich dem Kind möglichst ruhig zuwenden. Es ansprechen, auf den Arm nehmen oder auf die Seite drehen. Eventuell hilft ein nasser Waschlappen auf der Stirn. Affektkräfte können aber auch durch Wut ausgelöst werden. Wenn ein Kind diese nutzt, um seinen Willen durchzusetzen, sollte eventuell Hilfe von außen gesucht werden. Liebevoll konsequent bleiben heißt es dann auf jeden Fall.


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