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Babymassage tut gut

Wann fühlt sich ein Baby so richtig wohl in seiner Haut? Dann, wenn Mama oder Papa es liebevoll streicheln oder sein Bäuchlein massieren.

In diesem Artikel:

Babymassage - Momente, die verbinden

„Das Baby ist ein Fühl-Ling. Berührung ist die erste Sprache, die es versteht“, sagt Ute Laves. Als Hebamme und Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Baby- und Kindermassage (DGBM e.V.) bildet sie Kursleiterinnen nach den Leitlinien der Internationalen Gesellschaft für Babymassage aus. In diesen Kursen werden Handgriffe und Techniken vermittelt, doch entscheidend ist die Interaktion zwischen Eltern und Kind. „Wir wollen das Zutrauen der Eltern stärken“, so Ute Laves. „Wenn sie die Signale ihres Säuglings verstehen, dann ist das eine sehr bereichernde Erfahrung für beide.“

Weitere Informationen

Weitere Informationen findest du unter der Deutsche Gesellschaft für Baby- und Kindermassage e.V. www.dgbm.de

Nach der Begrüßung und einer Entspannungsphase folgt ein festes Ritual: Die Massierenden träufeln etwas Öl auf ihre Handflächen, reiben ihre Hände aneinander, präsentieren die Handflächen ihrem Baby und fragen: „Möchtest du eine Massage?“ Und die Babys zeigen, ob sie bereit sind ¬– wenn ein anderes Bedürfnis ansteht, zum Beispiel Hunger oder Schlaf, hat das Vorrang.
Dass Babymassage überreizte Kinder beruhigen oder Bauchschmerzen lindern kann, ist ein schöner Nebeneffekt. In erster Linie schafft das Massieren gemeinsame, innige Momente. Alles Störende bleibt außen vor, das Handy ist stumm geschaltet, jetzt gehört die gesamte Aufmerksamkeit allein dem Baby.

Buchtipp zum Weiterlesen

Babymassage 
Praktische Anleitung für Mütter und Väter, 
Vimala Schneider, 
Kösel Verlag, 17. Auflage 2014, ISBN 978-3-466-34452-9

Liebe hautnah erleben 
Ein Begleitbuch für die Babymassage 
Ute Laves, Infantastic Versand und Verlag, 2001, ISBN 3-00-007604-2

Die schönsten Babymassagen und Kuschelspiele 
Bärbel Hauswald und Sabine Bohlmann 
GU Verlag, 2014, ISBN 978-3-8338-3565-0

Sanfte Hände 
Frédéric Leboyer; Kösel Verlag, 30. Auflage 2014, ISBN 978-3-466-34411-6

Was brauchst du für eine Babymassage?

Eine weiche Unterlage und pflanzliches Öl ohne Duft, zum Beispiel Mandelöl. Wenn das Kleine den Kopf noch nicht selbst kann, hilft ein gerolltes Handtuch als Unterstützung, um den Blickkontakt nicht zu verlieren. Der Raum sollte etwa 24 °C warm sein. Ist die Luft zu kalt, kann das Baby sich nicht entspannen.

Kurse werden für Babys ab vier Wochen bis zum Krabbelalter angeboten. Meist umfasst ein Kurs fünf Treffen á 90 Minuten und vermittelt jedes Mal einen neuen Aspekt. DGBM-zertifizierte Kursleiterinnen zeigen den Ablauf anhand einer Babypuppe.