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Osteopathie: Mit viel Fingerspitzengefühl Babys Verspannungen lösen

Dein Baby trinkt nur auf einer Seite gut? Es schläft schlecht und leidet unter Koliken? Ein Besuch beim biodynamischen Osteopathen kann Linderung bringen: Der löst Fehlstellungen und Blockaden – und dein Kind kann sich uneingeschränkt bewegen.

In diesem Artikel:

Biodynamische Osteopathie arbeitet ohne Druck

Der kleine Mika mit Diagnose „Schiefhals“ ist zu Besuch bei Torsten Hughes. Als biodynamischer Osteopath hat er sich in München auf die Behandlung von Babys und Kinder spezialisiert. Oft kommen Eltern wegen Trinkproblemen, einer auffälligen Kopfform, Hüft-, Augen- oder Kieferfehlstellungen zu ihm.

Kosten Osteopathie

Die meisten gesetzlichen Kassen erstatten für die osteopathische Behandlung zwischen  100 und  500 Euro im Jahr. Auskunft gibt’s bei der jeweiligen Krankenkasse – am besten vor dem Besuch erkundigen und das Privatrezept für Osteopathie vom Haus- oder Kinderarzt nicht vergessen.

„Was auch immer ein Baby plagt – die biodynamische Osteopathie sucht die Ursache des Schmerzes oder der Fehlstellung und stellt die Weichen im Körper so, dass er sich selbst korrigiert“, erklärt der gebürtige Australier die Behandlungsmethode. Im Gegensatz zur klassischen Osteopathie oder Chiropraktik stellt er die Diagnose ganz ohne Druck durch gezielte, sanfte Berührungen mit den Händen.

Um die Ursache von Mikas Einschränkung aufzuspüren, legt Torsten Hughes beide Hände unter Mikas Becken, rechts und links unter das Kreuzbein. So ertastet er den Verlauf der Gewebezüge, um der Ursache von Mikas Einschränkung auf den Grund zu gehen. Das Erspüren erfordert langes Training, viel Behutsamkeit und Sensibilität. „Als Kinderosteopath muss man alle Antennen auf Empfang stellen, um zu spüren, wo die Wurzel liegt.“ Sein Verdacht: Möglicherweise hat sich Mikas erster Halswirbel durch die Kaiserschnittgeburt verdreht.

Der Kinderosteopath arbeitet ganzheitlich

Torsten Hughes betrachtet den Bewegungsapparat im Ganzen – das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen, Organe und Faszien. Faszien bilden das Bindegewebe, das unsere Muskeln umhüllt und so große Bereiche unseres Körpers miteinander verbindet. Dieses Gewebe speichert insbesondere Traumata wie Verdrehungen oder Stauchungen ab. Der biodynamische Osteopath erspürt, wo die Spannungen, die die Bewegungsfreiheit sowie die Ver- und Entsorgung von Gehirn und Organen einschränken können, ihren Ursprung haben. Erst wenn alle Verspannungen gelöst sind, ist der Körper wieder voll funktionstüchtig. „Da Babys und Kleinkinder sich noch nicht mit Blockaden, Fehlstellungen oder Spannungen arrangiert haben, kann man diese erstaunlich schnell lösen. So lässt sich eine Reihe von gesundheitlichen Einschränkungen vermeiden“, ist sich Osteopath Hughes sicher.

Osteopathische Behandlung am besten kurz nach der Geburt

Unser Experte

Kinderosteopath Torsten Hughes belegt regelmäßig postgraduierte Seminare in pädiatrischer Osteopathie in den USA und schult seine Sinneswahrnehmung durch regelmäßige Achtsamkeitsmeditation.

„In Australien und den USA ist ein osteopathischer Check nach der Geburt gang und gäbe“, so Hughes weiter. Seiner Ansicht nach sollte auch in Deutschland solch eine Prüfung etwa zwei Wochen nach der Geburt dazugehören. Torsten Hughes arbeitet inzwischen mit einigen Münchner Kinderärzten, Hebammen und Stillberaterinnen, „die die Grenzen der Schulmedizin erkannt haben“.

So wie bei Mika ist auch in anderen Fällen die Blockade bereits mit zwei Sitzungen gelöst. Selten brauchen kleine Patienten mehr als drei Sitzungen. Am Ende der Behandlung hält Torsten Hughes Mikas Köpfchen in seinen Händen und lässt die Bewegung seiner Hände mit der des Kindes fließen. Mika dreht seinen Kopf nach links und rechts, sichtbar entspannt. Sein Lächeln ist der beste Beweis, dass er seine neugewonnene Bewegungsfreiheit genießt.

In welchen Fällen kann Osteopathie helfen?

Auf Suche?

Auf kidsgo.de/kursefindest du Kinderosteopathen in deiner Region.

Übrigens: Ein kompetenter Kinderosteopath muss eine Grundausbildung von mindestens 1.350 Lehrstunden haben, einem Verband für Osteopathen angehören und die Qualitätsprüfung der Bundesarbeitsgruppe für Osteopathie (BAO) abgelegt haben.

Wenn dein Baby:

  • über längere Zeit quengelt oder sehr viel schreit
  • schlecht schläft oder trinkt
  • auffällig passiv oder hyperaktiv ist
  • Asymmetrien oder Ungleichheiten aufzeigt
  • Gelenkblockaden oder -torsionen hat
  • an chronischen Koliken, Reflux oder häufigem Erbrechen leidet
  • eine auffällige Kopfform oder eine Hüftdysplasie hat und wiederholt an Infekten leidet

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