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Retinoblastom-Hinweis auf Augentumor erkennen

Lange hatten ihre Eltern nicht bemerkt, dass mit Ellas linkem Auge etwas nicht stimmte. Ella ist fast drei Jahre alt und leidet an einer seltenen Erkrankung: Kinderaugenkrebs. Das so genannte Retinoblastom ist ein Augentumor, der nur bei Kindern auftritt. Im Anfangsstadium macht er sich kaum bemerkbar. Doch selbst Laien offenbart sich der Tumor, und zwar durch einen einfachen Test: einen Schnappschuss, frontal mit Blitzlicht aufgenommen.

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Vorsicht: weiße Pupillen

Ist das Auge gesund, leuchten die Pupillen auf dem Foto rot. Ist das Auge aber von einem Tumor befallen, schimmert die betroffene Stelle weiß. Dieser Effekt kann auch auftreten, wenn Licht in einem bestimmten Winkel auf die Pupille fällt. Das weiße Leuchten kann ein Hinweis auf den Tumor sein – muss aber nicht.

An einem Retinoblastom erkranken Kinder fast immer vor dem fünften Lebensjahr, mehr als die Hälfte bereits vor dem ersten Geburtstag. Jedes Jahr wird etwa 60 Kindern diese Diagnose gestellt. Warum sich aus den unreifen Zellen der Netzhaut ein Tumor entwickelt, ist noch unklar. Er kann sich jedoch auf das gesamte Auge und später auf den Körper ausbreiten. Die Folgen sind der Verlust der Sehfähigkeit, unbehandelt führt die Erkrankung zum Tod.

Weitere Informationen

www.kinderaugen krebsstiftung.de
www.kinder-augenkrebs-hilfe.de

Hier findest du Beispielfotos sowie die Adressen von Spezialkliniken und Ansprechpartner.

Sehr gute Heilungschancen

Glücklicherweise sind die Heilungschancen sehr gut. Wird der Tumor frühzeitig entdeckt, „können fast alle Patienten geheilt werden“, erklärt Dr. David Zieve von den National Institutes of Health/USA. Je nach Stadium besteht die Behandlung aus Chemotherapie, Bestrahlung und Lasertherapie.

Erste Anzeichen eines Retinoblastoms können rote, schmerzende Augen oder Schielen sein. Zeigen sich in den Pupillen auf Fotos weiße Flecken, sollten Eltern ihren Verdacht schnellstmöglich beim Kinder- oder Augenarzt abklären lassen.


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