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Besser durchschlafen: Tipps für eine ruhige Baby-Nacht

Die Nächte mit Baby können sehr lang sein, vor allem dann, wenn dein Sprössling das Durchschlafen verweigert. Finde hier Erklärungen zum Babyschlaf und Tipps, damit das Durchschlafen gelingt.

In diesem Artikel:

Hilfen, die das Ein- und Durchschlafen zumindest erleichtern können

Wenig erfolgversprechend und schon gar nicht babyfreundlich sind die Versuche, ein Kind zum Durchschlafen zu „erziehen“. Es gibt immer noch Eltern oder kluge Ratgeber, die darauf schwören, das Baby ein paar Nächte lang einfach schreien zu lassen. Vielleicht schläft das Baby nach einer solchen Holzhammer-Methode tatsächlich irgendwann durch. Die Frage bleibt, was ein Säugling empfindet, wenn er schreit und schreit und keiner kommt. In jedem Fall macht er die Erfahrung, dass niemand reagiert, wenn er ruft. Er bekommt keine Zuwendung, wenn er nachts danach verlangt. Er „lernt“ dabei allenfalls, in der Nacht stumm zu bleiben und sich den Bedürfnissen der Eltern zu beugen. Eigentlich eine viel zu frühe Anpassungsleistung.

Babyschlaf: Tipps für eine ruhige Nacht

  1. In einem normal großen Kinderbettchen fühlen sich sehr junge Babys häufig verloren. Abhilfe schaffen zusammengerollte Handtücher. Auf ein Kissen sollten Sie im ersten Jahr verzichten (Erstickungsgefahr).
  2. Ein wirkungsvoller Trick, den Kinderkrankenschwestern gern bei sehr unruhigen Säuglingen anwenden: man wickelt das Baby wie ein Päckchen in eine Kuscheldecke, die Ärmchen fest an den Körper gedrückt (das Näschen sollte aber natürlich noch herausschauen). Es ist erstaunlich, wie schnell Babys sich dadurch beruhigen lassen.
  3. Es ist sinnvoll, einem Baby schon früh einen Schlafanzug anzuziehen. Der Wechsel der Kleidung signalisiert dem Kind den Wechsel der Tageszeit.
  4. Viele Babys lieben es, vor dem Schlafengehen gebadet zu werden. Sie genießen die Schwerelosigkeit im Wasser, lassen sich von der Wärme einlullen und schlafen danach entsprechend schnell ein. Gute Dienste leistet dabei ein Badeeimer.
  5. Eine große Rolle bei der Entwicklung des Empfindens von Tag und Nacht spielt das Licht. Daher ist es wichtig, täglich mit dem Kind spazieren zu gehen. Es bekommt dabei frische Luft (was es nachts besser schlafen lässt) und Sonnenlicht. Sinnvoll ist es auch das Baby seinen Tagesschlaf in heller Umgebung halten zu lassen, wenn möglich sogar im Freien, entsprechend warm eingepackt im Kinderwagen auf dem Balkon oder im Garten.
  6. Das Zimmer, in dem das Baby schläft, muss gut gelüftet, darf aber gleichzeitig nicht zu kalt sein. Denn sonst kann es passieren, dass es nachts auskühlt und daher immer wieder aufwacht. Experten empfehlen eine Zimmertemperatur von 18 Grad Celsius.
  7. Ein Schlafsack verhindert, dass das Kind sich nachts aufdeckt. Außerdem kann es, wenn es schon größer ist, nicht einfach aus seinem Bettchen heraus. Wird es in den Schlafsack (immer auf die richtige Größe achten) gepackt, weiß es automatisch „Aha, es ist Schlafenszeit“. Viele Kinder schlafen auch in fremder Umgebung besser, wenn sie dort mit dem gewohnten Schlafsack ins Bett gelegt werden.
  8. Nachts sollte ein Baby nur gewickelt werden, wenn es wirklich nass ist oder sich ein größeres Geschäft in der Windel befindet. Dabei sollte so wenig Licht wie möglich gemacht werden, damit das Kind nicht richtig wach wird.
  9. Wenn das Baby nach dem Trinken nicht gleich wieder einschlafen will, sollte man es vermeiden, sich zu ausgiebig mit ihm zu beschäftigen oder gar mit ihm zu spielen. Es kann ruhig ein bisschen quengeln. Nur wenn es anfängt richtig zu schreien und sich nicht selbst beruhigt, sollten Sie es trösten, indem sie ihm gut zureden, es streicheln und im Arm wiegen. Eines sollten Sie keinesfalls tun: Ihm noch einmal die Flasche oder die Brust geben, wenn es vorher bereits getrunken hat. Es könnte sich sonst daran gewöhnen, nach jedem Aufwachen erst an der Brust oder mit dem Fläschchen wieder einzuschlafen.
  10. Je kleiner ein Baby ist, desto intensiver reagiert es auf den Körpergeruch seiner Mutter. Manchmal hilft es daher, unruhigen Babys ein getragenes Tuch oder Nachthemd mit ins Bettchen zu legen. Mamas vertrauter Duft vermittelt Sicherheit und beruhigt.
  11. Mit einem halben Jahr haben sich die meisten Säuglinge in der Regel so weit angepasst, dass sie nachts nichts mehr zu trinken brauchen, außer einem Schlückchen Wasser oder Tee, falls sie aus Durst wach werden. Selbst schlechte Esser sollten nachts nicht für eine Mahlzeit geweckt werden. Ein voller Magen mitten in der Nacht wirkt nämlich eher schlafstörend.

Pucken: Einschlafhilfe für unruhige Babys


Baby Pucken leicht gemacht: Pucken ist eine beliebte Einschlafhilfe für unruhige Babys und vermittelt deinem Baby Geborgenheit und Sicherheit. Hebamme Claudia zeigt dir, wie ein Baby richtig gepuckt wird: mit einem Pucktuch oder auch einem Pucksack.


Einschlafhilfe mit Tablet oder Smartphone: Unruhige Babys lassen sich mit Pucken und auch einer Babysound-/Herzschlag- oder Föhn-App sanft beruhigen. Wie das funktioniert, zeigt dir Hebamme Claudia

Auf kidsgo Videos findest du alle Hebammenvideos von Hebamme Claudia! Auf www.schlaf-gut-baby.de findest du kurze, gute Erklärungen, was für dein Baby beim Schlafen wichtig ist.