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Blutdruck in der Schwangerschaft checken: Über die Blutdruckmessung

Blutdruck messen: Bluthochdruck in der Schwangerschaft erkennen (SV)

  • Kostenträger: Kassenleistung
  • Untersuchung bei: Hebamme, Frauenärztin
  • Aufwand: gering
  • Experten-Empfehlung: ja
Blutdruck messen: Bluthochdruck in der Schwangerschaft erkennen (SV)
Blutdruck messen: Bluthochdruck in der Schwangerschaft erkennen (SV)
Wann: Ab der ersten Vorsorgeuntersuchung bei jedem weiteren Kontrolltermin bei der Hebamme oder Frauenärztin.

Wie: Mit einem Blutdruckmessgerät.

Wo: Bei der Hebamme oder der Frauenärztin.

Was: Während der gesamten Schwangerschaft wird der Blutdruck der werdenden Mutter überwacht. Zur Blutdruckmessung wird eine Manschette um den Oberarm gelegt und mit Luft aufgepumpt, um das Blut in den großen Adern zu stauen. Dann wird die Luft langsam wieder abgelassen. Ein angeschlossenes Messgerät kann so den Blutdruck in den Gefäßen ermitteln. Dass sich der Blutdruck in der Schwangerschaft verändert, ist normal. Zu Beginn einer Schwangerschaft sinkt er in der Regel etwas ab. Die Werte dürfen nicht zu niedrig werden. Denn ein extrem niedriger Blutdruck kann die Durchblutung der Plazenta und somit die Versorgung des Embryos beeinträchtigen. Auch besteht dann die Gefahr, dass es zu Schwächeanfällen kommt, die ein Sturzrisiko bergen. Bei etwa 10 Prozent der Frauen kommt es zu einem Bluthochdruck in der Schwangerschaft. Das kann, muss aber nicht, das Anzeichen einer Schwangerschaftserkrankung sein, die Präeklampsie heißt. Dabei kommt es neben einem Anstieg des Blutdrucks zu einer vermehrten Eiweißausscheidung mit dem Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödemen) im Gewebe. Die Präeklampsie tritt vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf. Unbehandelt kann die Erkrankung für Mutter und Kind gefährlich werden.

Nutzen: Regelmäßiges Blutdruckmessen hilft, Abweichungen zu erkennen. Möglichen Folgekomplikationen lässt sich so vorbeugen.

Ergebnis: Blutdruckwerte schwanken natürlicherweise, daher sind einzelne Werte nicht aussagekräftig. Erst wenn Grenzwerte mehrfach über- oder unterschritten werden, spricht man von einem erniedrigten oder erhöhten Blutdruck. Als zu niedrig gelten in der Schwangerschaft Werte von 100/60 mmHg oder weniger. Eine Blutdruckerhöhung liegt ab etwa 140/90 mmHg vor. Ab wann Abweichungen medizinisch bedenklich sind, kann sich aber von Frau zu Frau unterscheiden. Die Hebamme oder Frauenärztin wird dabei immer den gesamten Gesundheitszustand einer Schwangeren im Blick haben.

Risiken: Die Blutdruckmessung birgt keine Risiken für das ungeborene Kind.

Gesundheitliche Folgen für die Mutter: Das Blutdruckmessen birgt keine Risiken für die Gesundheit der Mutter.

Kosten: Die Kontrolle des Blutdrucks ist Teil der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.

Experteneinschätzung von Dr. Sven Hildebrandt, Professor für Frauenheilkunde und Geburtshilfe:
„Die Blutdruckmessung zählt zu den mit Abstand wichtigsten Untersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung, auf sie sollte die Schwangere nicht verzichten. Der Nutzen ist sehr groß, denn ein infolge der Schwangerschaft auftretender Bluthochdruck ist relativ häufig und ein möglicher Vorbote ernst zu nehmender Schwangerschaftserkrankungen. Nachteile hat die Untersuchung praktisch keine.“

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Untersuchungen in der Schwangerschaft – Vorsorge und Pränataldiagnostik im Experten-Check:

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