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Baby da, Schulkind im Mathe-Stress: So entlastet ihr euren Familienalltag

Baby da, Mathe-Hausaufgaben warten? Tipps für kurze Lerneinheiten, weniger Mathe-Angst und mehr Ruhe – so passen Babyalltag und Schule zusammen.

In diesem Artikel:

Baby da, Schulkind im Mathe-Stress: So entlastet ihr euren Familienalltag

Ein Baby, das das Familienleben auf den Kopf stellt, ein Schulkind, das seine Matheaufgaben nicht versteht, und Eltern, die versuchen, möglichst allen Beteiligten gerecht zu werden: Wenn die Familie Zuwachs bekommt, verändert sich oft auch der Alltag der älteren Geschwister. Unter anderem kann auch das, was früher so leichtgefallen ist, dann zur Herausforderung werden. Und wer wird nicht ein wenig nervös, wenn das Baby gefüttert oder gewickelt werden muss, und gleichzeitig am Küchentisch die nächste Rechenaufgabe wartet?

 

Die gute Nachricht ist, dass das Erledigen der Hausaufgaben und ein harmonischer Familienalltag besser zusammenpassen, als oft angenommen. Oft helfen bereits kleine Veränderungen, wenn es darum geht, den Druck für alle Familienmitglieder zu reduzieren.

 

Warum werden Babyalltag und Hausaufgaben so schnell zu einer Herausforderung?


Die Geburt eines Kindes sorgt nicht nur dafür, dass sich der Tagesablauf der Eltern verändert. Auch ältere Kinder müssen sich an neue Abläufe gewöhnen. Immerhin verteilt sich die Aufmerksamkeit von Mama und Papa anders als zuvor. Dies hat zur Folge, dass gewohnte Rituale möglicherweise wegfallen und die gemeinsame Zeit neu organisiert werden muss.

 

All das kann sich dann wiederum auch auf die Hausaufgaben auswirken. Wenn ein Kind, das früher selbstständig gerechnet hat, plötzlich häufiger Unterstützung einfordert, heißt dies nicht zwangsläufig, dass es den Stoff nicht versteht. Manchmal geht es auch darum, ein wenig ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen.

 

Oft hilft es hier schon, eine feste Viertelstunde einzurichten, in der sich ein Elternteil ausschließlich dem älteren Kind widmet. In dieser Zeit steht nicht unbedingt Mathematik im Mittelpunkt. Auch ein Gespräch über den Schultag oder gemeinsames Spielen kann dazu beitragen, dass sich das Kind wahrgenommen fühlt.

 

Wenn Eltern bei Matheaufgaben an ihre Grenzen geraten…


Viele Familien mit Baby kennen das Problem: Nicht immer ist es möglich, zu gewährleisten, dass ein Elternteil zur gewünschten Zeit zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass der ansteigende Schwierigkeitsgrad nicht selten dafür sorgt, dass Eltern selbst nicht wissen, wie die entsprechenden Aufgaben gelöst werden können.

 

Fest steht: Spätestens wenn der Stoff in der Mittelstufe anspruchsvoller wird und sich Lücken in den Grundlagen bemerkbar machen, kann Unterstützung von außen sinnvoll sein. So kann zum Beispiel Online-Nachhilfe in Mathe schnell entlasten: Bei Anbietern wie OnMathe lernt das Kind mit einem festen, akademisch ausgebildeten Tutor über eine digitale Tafel am eigenen Schreibtisch. Die Frage ‚Wie kommt mein Kind zur Nachhilfe?’ entfällt damit komplett.

Zusatztipp:

Wichtig ist es in jedem Fall, die Art der Unterstützung an den Lernbedarf des Kindes anzupassen. Fehlt beispielsweise das Verständnis für das Einmaleins, hilft es wenig, ausschließlich die aktuellen Hausaufgaben durchzugehen, und das Grundproblem auszuklammern. In dem genannten Fall müssten dann zunächst die Grundlagen gefestigt werden.

Mathe-Angst: Warum auch die Einstellung der Eltern eine Rolle spielt


„In Mathe war ich früher auch immer schlecht!“ Aussagen wie diese sind häufig gut gemeint. Eltern möchten ihrem Kind damit zeigen, dass es mit seinem Problem nicht allein ist. Das Problem ist, dass Aussagen wie diese auch unbeabsichtigt vermitteln können, dass Mathematik generell eine große Herausforderung ist.

 

Eine Untersuchung von Erin A. Maloney und weiteren Forschenden, die 2015 in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlicht wurde, beschäftigte sich mit genau diesem Zusammenhang. Die Forschenden untersuchten 438 Kinder der ersten und zweiten Klasse und deren Bezugspersonen.

 

Dabei zeigte sich: Kinder von Eltern mit einer ausgeprägten Mathe-Angst machten im untersuchten Schuljahr geringere Lernfortschritte und entwickelten häufiger selbst Ängste gegenüber Mathematik… allerdings nur dann, wenn die betroffenen Eltern auch häufig bei den Mathehausaufgaben halfen. Die Studie belegt damit einen Zusammenhang, aber nicht, dass elterliche Hilfe grundsätzlich schädlich wäre.

 

Für den Familienalltag bedeutet das vor allem, dass niemand alle Rechenwege beherrschen muss. Wenn Eltern selbst unsicher sind, dürfen sie genau das zugeben, sollten das Fach jedoch nicht abwerten oder als „unüberwindbares Hindernis“ erscheinen lassen. 

 

Wie können kurze Lerneinheiten gegebenenfalls den Mathe-Stress reduzieren?


Zwischen Stillzeiten, Abendessen und Schlafenszeit bleibt manchmal nur wenig Raum für zusätzliche Übungen. Umso wichtiger ist es, die verfügbare Zeit sinnvoll zu nutzen.

 

Eine Idee, wie sich das Ganze im Alltag umsetzen lässt? Nach einem anstrengenden Schultag können kurze, überschaubare Übungsphasen sinnvoller sein als stundenlanges Rechnen am Stück. So bietet es sich an, an einem Tag zehn Minuten für das Einmaleins und an einem anderen Tag einige Aufgaben zur schriftlichen Addition einzuplanen.

Zusatztipp:

Vor allem, wenn Kinder absolut keine Lust auf Mathe haben, kann es hilfreich sein, die Übungen abwechslungsreich zu gestalten. Das kleine Einmaleins lässt sich wahlweise beim Würfeln trainieren. Beim Einkaufen können Kinder Preise addieren oder ausrechnen, wie viel Rückgeld sie erhalten müssten. Solche Aufgaben unterstreichen, dass es nicht darum geht, die Schüler mit den Aufgaben zu ärgern, sondern zeigen, dass Rechnen auch im „ganz normalen Alltag“ wichtig ist. Die Frage „Wofür muss ich das eigentlich können?“ dürfte somit auf anschauliche Weise beantwortet werden.

Was, wenn das Baby genau während der Hausaufgaben-Zeit Aufmerksamkeit braucht?


Ein Baby hält sich nicht an feste Lernzeiten. Daher bietet es sich an, die Hausaufgaben so zu organisieren, dass kurze Unterbrechungen möglich sind.

Dabei können Eltern zu Beginn gemeinsam mit dem Schulkind die Aufgaben durchsehen und markieren, welche allein bearbeitet werden können. Aufgaben, bei denen noch Fragen offen sind, werden zunächst zurückgestellt. Wenn das Baby dann zwischendurch versorgt werden muss, kann das ältere Kind weiterarbeiten.

 

Wichtig ist, dass keine längeren Wartezeiten entstehen. Denn genau diese können zu Frust führen. Wenn das Baby über einen längeren Zeitraum hinweg Aufmerksamkeit benötigt, kann es sinnvoller sein, die Hausaufgaben zu unterbrechen und später fortzusetzen oder über eine Entlastung durch einen Babysitter nachzudenken.

 

Wann sollten Eltern mit der Lehrkraft sprechen?


Wenn der Nachwuchs hin und wieder Schwierigkeiten mit Mathematik (oder einem anderen Fach) hat, ist dies in der Regel noch kein Grund zur Sorge. Kommt es allerdings über mehrere Wochen zu Verständnisproblemen, und hat das Kind Angst vor dem Mathematikunterricht, ist es wichtig, genauer hinzuschauen.

 

Im Gespräch mit der Lehrkraft lässt sich klären, ob die Probleme nur zu Hause auftreten oder auch im Unterricht auffallen. Zudem ist es hilfreich, Antworten auf einige Fragen zum Gespräch parat zu haben:

 

●      Welche Aufgaben bereiten Schwierigkeiten?

●      Wie lange benötigt das Kind für seine Hausaufgaben?

●      An welchen Stellen bricht es die Bearbeitung der Aufgaben vielleicht sogar ab?

 

Die Informationen, die sich hierhinter verbergen, erleichtern es Eltern und Lehrern, gemeinsam nach geeigneten Lösungen zu suchen.

 

Achtung: Bei anhaltenden, ausgeprägten Schwierigkeiten kann es gegebenenfalls sinnvoll sein, eine schulpsychologische Beratung ins Boot zu holen. Denn: Nicht hinter jedem Matheproblem steckt eine Form von Dyskalkulie. Umgekehrt sollten ernsthafte Lernschwierigkeiten nicht vorschnell als „mangelnde Motivation“ verstanden werden.