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Hausmittel bei Erkältung: Tipps aus Omas Zeiten

Viele Großmütter haben es noch drauf: Sie wissen, welches Kraut gegen welches Wehwehchen gewachsen ist, wie Tees, Wickel und Säckchen helfen, Husten, Schnupfen und leichtes Fieber im Winter zu lindern oder gar zu heilen. Das Beste daran: Die meisten Zutaten stammen aus dem eigenen Garten, der Vorratskammer oder aus dem Kühlschrank.

In diesem Artikel:

Zitronensaft bei Erkältung

Eine kleine Auswahl der wichtigsten Hausmittel: Zitronen sind ein Multitalent gegen Erkältungen. Der Saft der Vitamin-C-Bomben senkt Fieber und stärkt die Abwehrkräfte – egal, ob warm oder kalt getrunken.

Geheimtipp Hühnersuppe

Ihre Inhaltsstoffe wirken antibakteriell und stärken das Immunsystem. Doch selbst zubereitet muss sie sein: Das ganze Suppenhuhn – am besten in Bioqualität – kocht mit Lauch, Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Petersilie, Lorbeerblättern und Wacholderbeeren eineinhalb Stunden. Danach abseihen, das Fleisch von den Knochen lösen , Haut entfernen, klein schneiden und das Fleisch in die Suppe geben. Mit Salz abschmecken. Zwei Teller am Tag – die tun der ganzen Familie bei Erkältungsbeschwerden gut.

Heiße Milch mit Honig

Honig wirkt leicht entzündungshemmend. Warme Milch mit einem Löffel Honig ist bei Reizhusten eine Wohltat. Aber Achtung: Honig ist erst für Kinder ab einem Jahr geeignet, da er Bakterien enthalten kann, die für Säuglinge lebensgefährlich werden können.

Quark-Wickel

Quark wirkt abschwellend und kühlt angenehm. Bei Halsschmerzen eignet er sich bestens für Omas vielbeschworene Wickel: Zimmerwarmen Quark fingerdick auf eine Mullkompresse streichen, zu einem Paket falten, dann auf den vorderen Hals auflegen und mit einem Tuch fixieren. Der Wickel sollte einwirken, bis der Quark trocken ist, also etwa 15 Minuten.

Zwiebel-Säckchen

Zwiebeln mit ihren ätherischen Öle hemmen Entzündungen, und das hat sich bei Ohrenschmerzen bewährt: Für das Zwiebelsäckchen wird eine Zwiebel gewürfelt, in ein Stofftaschentuch gepackt und kurz über Wasserdampf erhitzt. Auch Teebeutel für losen Tee eignen sich prima. Das Päckchen kommt für eine halbe Stunde – mit Stirnband oder Mütze fixiert – aufs Ohr. Wichtig: Die Temperatur immer erst selbst kontrollieren! Das gilt für alle Wickel, Bäder und Tees.

Muttermilch gegen Schnupfnasen

Muttermilch macht verstopfte Baby-Näschen frei. Wer also gerade stillt, kann dieses Allheilmittel einsetzen und dem Kleinen einen Tropfen in jedes Nasenloch träufeln.

Viel trinken und Ruhe

Generell gilt: Erkältete Kinder haben meist wenig Appetit, sollten aber viel trinken, um den Schleim zu verdünnen und zu lösen. Und klar: Ruhe, Wärme und Kuscheln wirken bei kranken Schnupfnasen wunder. Denn das hilft ihnen, sich zu entspannen.

Beobachte dein Kind während der Anwendungen: Verträgt es die Hausmittel gut? Und: Einen Arztbesuch können die Hausmittel natürlich nicht ersetzen!

Wickel, Bad und Tee

Rezepte aus dem Buch „Hausmittel für Babys und Kleinkinder“ von Claudia Dirnberger, Servus 2015, ISBN 978-3-710-40031-5

  • Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen

    Du brauchst:
    1 Zwiebel, ein Stofftaschentuch oder eine kleine Socken, Stirnband oder Mützchen
    So geht´s: Zwiebel kleinschneiden und im Säckchen über Wasserdampf oder auf der Heizung erwärmen und aufs Ohr des Kindes legen, mit Stirnband fixieren.
    Tipp: Wenn du kein Säckchen zur Hand hast, tut es auch eine Socke oder Teebeutel zum Befüllen.
  • Fröstitee bei grippalen Infekten, Fieber und Erkältung

    Du brauchst:
    10g Holunderblüten, 8g Lindenblüten, 5g Rosenblüten
    So geht´s: 1 TL Kräuter mit heißem Wasser übergießen und zugedeckt 5 bis 10 Minuten lang ziehen lassen. Eine Tasse Tee trinken und gut zugedeckt im Bett ruhen. Zum Süßen Holunderbeersaft nehmen.
  • Thymianbad bei Erkältung und Husten

    Du brauchst:
    30 g getrockneter Thymian, ½ Liter Wasser, Badetuch/-mantel
    So geht´s: Thymian mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, dann den Tee mit dem Badewasser vermischen. Die Temperatur sollte 37 Grad nicht überschreiten. Nicht länger als 15 bis 20 Minuten baden (nur bis zur Herzregion eintauchen), danach das Kind nicht abtrocknen, sondern in ein vorgewärmtes Badetuch oder einen Bademantel wickeln und eine Stunde im Bett nachruhen lassen.