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Baby-Tagebücher

Alle vier Monate beginnen frischgebackene Mütter oder Väter auf kidsgo.de ihr Baby - Tagebuch. Jede Woche schreiben sie, welche Fortschritte ihr Baby macht und welche Probleme es im Leben mit dem Baby gibt. Die Baby-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von lovelymama, Qeridoo, Thule und Bella Baby Happy.
4. Woche

Hitze und Milchstau

Wir brauchen keine Hebamme mehr

Eine ziemlich ruhige Woche liegt hinter uns.

Der Große war bzw. ist ja, wie gesagt, im Urlaub und Michel und ich haben uns bewusst wenig, um nicht zu sagen gar nichts, vorgenommen.

Fast schon das Aufregendste, was passiert ist, war, dass ich mit der Lütten zur Postfiliale fahren musste, um ein Paket abzuholen. Klingt erstmal ziemlich langweilig, aber die Filiale, wo unsere Pakete immer hingebracht werden, ist zwar nicht besonders weit weg von uns, aber dafür total blöd zu erreichen.
Früher bin ich immer mit dem Fahrrad hingefahren, aber mit der Kleinen geht das natürlich nicht. Also muss ich erst S-Bahn fahren, dann 10 Minuten in der prallen Sonne zwischen zig Rauchern an der Bushaltestelle warten, im Bus dann mein Baby vor wilden Handwerkern beschützen, die sich mit riesigen Rucksäcken auf dem Rücken nervös hin und her drehen, um vielleicht doch noch irgendwo einen freien Sitzplatz zu entdecken, den die vielen stehenden Leute alle übersehen haben, und dann noch ein gutes Stück wieder durch die pralle Sonne von der Bushaltestelle zur Filiale laufen.
Dort angekommen hört der Spaß aber nicht auf. Zu allererst ist das die trostloseste Post-Filiale, die ich je gesehen habe. Total verdreckt und echt lieblos „eingerichtet“. Die Leute, die da arbeiten, machen auf mich auch allesamt den Eindruck, als wären sie besonders langsam, blöd und unsympathisch… das mag aber auch an meiner zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich schlechten Stimmung liegen. Ich muss jedenfalls bestimmt 10 Minuten in der Schlange warten, obwohl nur drei Leute vor mir dran sind. Als ich mein Paket endlich habe, möchte ich mich draußen auf eine schattige Bank setzen, um einmal kurz durchzuatmen und das Paket auszupacken, weil ich weiß, dass die beiden Stoffwindelüberhosen ausgepackt in meiner Tasche viel weniger Platz einnehmen, als das ganze Paket. Normalerweise stehen da auch vier Bänke. Bei drei davon finde ich statt den Brettern, die sonst die Sitzfläche bilden allerdings nur lange rostige Nägel vor, die ihre Spitzen gen Himmel recken. Warum jemand die Sitzflächen von Bänken klaut, erschließt sich mir überhaupt nicht. Auf der vierten Bank sitzt ein Mann so breitbeinig, wie es geht, zockt irgendwas auf seinem Handy und raucht dabei. Da kann ich mich also auch nicht hinsetzen. Zum Glück gibt es aber einen Fahrradständer, auf dem man einigermaßen bequem Platz nehmen kann und im Schatten steht der auch noch. Volltreffer!
Nachdem ich ein wenig durchgeatmet habe, mache ich mich auf den Rückweg, auf dem mein Kind wieder fast von einem Rucksack zerquetscht wird… Ob es die Sonne ist, die die Hirne von den Leuten zu Matsch macht? Ich habe das Gefühl, es sind nur Idioten unterwegs.
Ich bin dann noch kurz in den Supermarkt gehüpft und musste mich von den Leuten, die davor immer rumhängen, anpöbeln lassen. Als ich dann fast zu hause war (endlich!!) ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe, Windeln zu kaufen. Argh. Ich habe dann einfach Michel angerufen, der aber auch keine mitgebracht hat. Haben wir den Nabel für einen Tag eben Nabel sein lassen und mit Stoff gewickelt, sie hat es überlebt und meiner Meinung nach riecht der Nabel auch nicht mehr unangenehm.
Ja, das war also unsere Odyssee zur Post ;)

Ansonsten habe ich in einer Brust eine Verhärtung, die dadurch, dass die Kleine von Donnerstag auf Freitag plötzlich sechs Stunden lang durchschlief und dann auch nur fünf Minuten kurz trank um gleich wieder tief und fest einzuschlafen, nicht gerade besser wurde…
Die Hebamme hat am Freitag dann ziemliche Panik gemacht und mir aufgetragen, im Vierfüßlerstand zu stillen, sodass die Kleine mit dem Unterkiefer zur harten Stelle liegt, die leider oberhalb der Brustwarze ist. Außerdem vor dem Stillen wärmen und hinterher unbedingt mit Weißkohl kühlen. Wenn das noch mal vorkommt, dass sie so lange nachts nicht trinkt, muss ich unbedingt abpumpen, aber lieber um das von vornherein zu verhindern, mir nachts den Wecker stellen. Außerdem regelmäßig ausstreichen. Puh.

Das alles hat mich unglaublich verunsichert und gestresst. Die Kleine war verwirrt davon, auf dem Rücken liegend gestillt zu werden und wusste nicht, warum sie nicht, wie sonst dabei mit Mama kuscheln kann. Ich war total angespannt beim Stillen weil es halt echt unbequem ist, auf dem Boden knieend. Dass ich mir dabei reichlich blöd vorkam, so in etwa als müsste ich gleich anfangen, wiederzukäuen und „Muh“ zu machen, brauche ich wahrscheinlich nicht zu erwähnen.
In der Nacht ist sie zum Glück von selbst aufgewacht, 10 Minuten nachdem mein Wecker klingelte, ich hätte es nicht übers Herz gebracht, sie zu wecken. Als sie schon längst fertig getrunken hatte und selig schlief, saß ich noch im Bett und strich Milch aus. Am nächsten Morgen war ich völlig fertig, die Verhärtung war aber nicht besser geworden. Um es kurz zu machen, habe ich den Samstagvormittag größtenteils mit weinen verbracht, bis ich mit meiner Mutter darüber sprach. „Die Hebamme macht Stress, bei mir war das damals viel schlimmer und ist nur durch Ruhe und Stillen nach Bedarf weg gegangen. Lass das also mit dem Stillyoga!“. Ich hörte auf sie und war sofort entspannter. Die Kleine schlief in der Nacht wieder sechs Stunden und trank auch wieder nur wenig, schlimmer geworden ist der Milchstau deswegen aber nicht. Ganz weg ist er auch noch nicht und ich streiche auch immer mal etwas Milch aus, um die Brust ein wenig zu entlasten. Kühlen tu ich auch, aber bevorzugt mit dem Kühlpack, statt mit stinkendem Weißkohl. Es ist viel besser geworden, also bin ich glaube ich auf dem richtigen Weg. Ich bin gespannt, was die Hebamme heute dazu sagt.

A propros Hebamme. Vielleicht liegt es am warmen Wetter, aber die Lütte hat heute extrem Schwierigkeiten, zu schlafen. Jetzt ist sie in der Trage gerade eingeschlafen, vor etwa 25 Minuten, nachdem sie zwei Stunden lang sehr unglücklich war. In fünf Minuten wird die Hebamme klingeln und dann muss ich sie aus der Trage nehmen und nackig machen, damit sie gewogen werden kann. Mir blutet jetzt schon das Herz und ganz ehrlich, sie nimmt immer gut zu und eigentlich halte ich ihren Schlaf heute für viel wichtiger, als ihr Gewicht…

… da wurde ich gerade für vier Stunden beim Schreiben unterbrochen.
Die Hebamme klingelte just in dem Moment, als ich das Wort „Gewicht“ tippte. Die Kleine wurde geweckt und gewogen (seit Freitag 90g zugenommen) und mir wurde gesagt, ich könne von einem vier Wochen alten Kind ja auch nicht erwarten, dass es den ganzen Tag schläft, außerdem wäre sie viel zu warm angezogen (sie hatte nur einen Kurzarmbody an). Naja, das nackig Strampeln fand die Lütte in der Tat ganz gut, aber die Hebamme kommt jetzt nicht mehr zu uns. Das hat mich dann zumindest am Schluss doch mehr genervt und gestresst als alles andere. Und da sie ja wirklich nichts mehr macht bei uns, außer die Kleine zu wiegen, habe ich ihr gesagt, dass wir keinen Bedarf mehr haben.

Als sie weg war, habe ich weiter versucht, die Kleine ins Traumland zu befördern. Zum Glück kam Michel zwischendurch von der Arbeit wieder, sodass ich meinen Bericht noch zu Ende schreiben kann. Das Mäusekind schläft heute wirklich nur mit Körperkontakt. Jetzt kuscheln die beiden und ich mache gleich Abendbrot.

Morgen kommt der Bruder wieder und die Lütte und ich fahren das erste Mal zu jemand anderem nach Hause! Außerdem habe ich munkeln hören, dass ich im nächsten Bericht bestimmt etwas über Sponsorengeschenke schreiben darf. Man kann also gespannt sein ;)

Also dann,
eure Eva

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Dir alles Gute,

Anke (kidsgo-Tagebuch-Betreuerin)

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