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Spontangeburt toppt Kaiserschnitt

Er wird immer populärer: der Kaiserschnitt aus Bequemlichkeit. Doch Frauen, die keine medizinische Indikation für einen Kaiserschnitt haben und sich zu einer Vaginalgeburt entschließen, tun ihrem Kind Gutes – und das gleich mehrfach.

In diesem Artikel:

Gut fürs Gedächtnis

Bei Spontangeburten bildet sich ein Protein, das die Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn für das Kurz- und Langzeit-Gedächtnis begünstigt. Das wirkt sich noch im Erwachsenenalter auf dessen Funktionstüchtigkeit aus, berichten Forscher der Yale-Universität/USA. Dieses Protein spielt außerdem bei der Verstoffwechselung von Fett aus der Muttermilch eine Rolle, weshalb seine Ausschüttung bei der natürlichen Geburt den Übergang zum Stillen erleichtern dürfte.

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Spontan geborene Säuglinge haben nach der Geburt auch seltener Atemnot, zeigt eine Studie der Johns Hopkins-Universität/USA. „Durch den Stress, den die Wehen der Spontangeburt auf das Kind ausüben, wird das Fruchtwasser in seiner Lunge bestens resorbiert. Beim Kaiserschnitt verbleibt die Flüssigkeit hingegen in der Lunge“, bestätigt der Gynäkologe Franz Kainer von der Technischen Universität München.

Natürliche Entbindungen senken zudem das Risiko für Diabetes mellitus und späteres Übergewicht beim Kind. Die Erklärung: In der Vagina gesunder Frauen siedeln Bifido-Bakterien, wichtige Darmbewohner, die der Säugling bei einer Spontangeburt aufnimmt. Sie spielen eine zentrale Rolle beim Funktionieren des im Darm angesiedelten Immunsystems des Menschen und beugen Auto-Immunerkrankungen wie dem Typ 1 Diabetes der Bauchspeicheldrüse vor.

Fazit: Die Natur hat sich das gut ausgedacht. So sollte es sein.


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