MENU

Baby tragen - Rückenschonend und mit der richtigen Tragehilfe

Am liebsten ist Maja ganz nah am Körper ihrer Mutter Sandra: auf dem Arm, vor den Bauch oder auf den Rücken geschnallt. Sobald Sandra ihre Tochter Maja ablegt, schlägt deren kleines Radarsystem Alarm. Maja fühlt sich allein. Erst wenn Sandra sie auf den Arm nimmt, beruhigt sie sich wieder.

In diesem Artikel:

Wunderbar geborgen! Tragen stärkt Bindung und Rücken

Aus der Sicht von Verhaltensbiologen benimmt sich Maja geradezu mustergültig. Menschenkinder gehören nämlich zu den Traglingen. Im Gegensatz zu Nestflüchtern wie beispielsweise Fohlen, die ihrer Mutter schon wenige Stunden nach der Geburt auf eigenen Beinen folgen können. Zu Zeiten, als wir noch als Jäger und Sammler durch die Weltgeschichte wanderten, war das permanente Mitschleppen des Nachwuchses dessen Lebensversicherung. Und dieses biologische Sicherheitsprogramm ist nach wie vor tief in uns verwurzelt und sorgt dafür, dass Babys schreien, wenn sie Mamas Anwesenheit nicht mehr spüren. Und andersherum? Welche Mutter sorgt sich nicht, wenn sie lange vom Baby getrennt ist ...

Richtige Haltung

Unsere Autorin Julia Fiedler erklärt in ihrem Beitrag „Haltung bewahren – so sitzt das Kleine richtig in der Trage!“, worauf du beim Tragen achten solltest.

Außerdem haben wir dazu eine Checkliste vorbereitet, so kannst du alles auf einen Blick überprüfen.

Checkliste: So sitzt dein Baby richtig in der Trage! (PDF)

Wir sind ständig in Bewegung!

Auch wenn wir heute unseren Lebensunterhalt nicht mehr mit Bären jagen oder Pilze sammeln bestreiten und einen festen Wohnsitz haben, ist unser Leben und sind wir selbst ständig in Bewegung. Ob Arzttermin, Einkauf, Verabredung des Geschwisterkindes — das Baby muss natürlich mit. Doch wie? Im Kinderwagen, in der Babyschale, in der Babytrage oder im Tragetuch? Klar ist: Die natürlichste und gesündestes Art und Weise ist und bleibt das Tragen am Körper. Und das lässt sich mit einem Tragetuch oder einer für Neugeborene konzipierten Babytrage besonders gut, praktisch und bequem bewerkstelligen und entspricht dem angeborenen Bedürfnis des Babys nach Körperkontakt.

Richtiges Tragen tut der Babyhüfte gut

Das richtige Tragen des Kindes freut auch den Kinderorthopäden. Die Hüftgelenke von Säuglingen sind nämlich noch nicht ganz ausgereift. Fast ausnahmsloses langes Liegen mit lang gestreckten Beinchen führt bei Babys nachweislich zu Hüftluxationen (= Verrenkungen) und -dysplasien. Regelmäßiges Tragen in einer Spreiz-Hock-Haltung – ähnlich wie Kinder sie auch im Mutterleib einnehmen – kann helfen Fehlstellungen zu vermeiden, manchmal sogar zu beheben. „Wie sehr ihnen der Hüftsitz in den Knochen steckt, zeigen die Kleinen auch damit, dass sie unwillkürlich die Beinchen anziehen, wenn sie hochgehoben werden“, sagt der Kinderarzt und Wissenschaftler Herbert Renz-Polster.

Rücken schonen

Und wie sieht es mit deiner eigenen Haltung aus? Die Hebammenpraxis Koru und Physiotherapeutin Anika Lux aus Kelkheim geben dir Tipps für rückenschonendes Tragen und zeigen dir Übungen für einen starken Rücken.

Anleitung Rückenübungen (PDF)

Tragen ist Training

Auch für die Halsmuskulatur ist das aufrechte Tragen ein wertvolles Training. Seitdem sich das Schlafen in Rückenlage zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods durchgesetzt hat, werden entsprechende Muskelpartien oft zu wenig beansprucht. Die Folge: Sogenannte Plagiocephalien, platt gelegene Hinterköpfe, sind seither ein häufiges, in Kinderarztpraxen diagnostiziertes Phänomen, wenn nicht sogar ein moderner „Pflegefehler“, wie Renz-Polster anmerkt.

Der kindlichen Wirbelsäule indessen schadet das aufrechte Tragen nicht, auch wenn der kleine Tragling sich noch nicht aus eigener Kraft aufsetzen kann. Im Gegenteil: Ein straff gewickeltes und gut sitzendes Tragetuch oder eine Babytrage mit Neugeborenen-Einsatz stützt Babys Wirbelsäule optimal. Sind die Oberschenkel in einem Winkel von etwa 100° bis 110° angezogen, die Arme frei beweglich und ist der Oberkörper dicht an den Rumpf der Eltern angelehnt, „sitzt“ das Kind ideal. Auch weil die natürliche Spreiz-Anhock-Stellung die Hüfte schont und deren Durchblutung fördert. Ein weiterer Vorteil: Der Blick ist den Eltern zugewandt und lädt zur Interaktion ein.

Den elterlichen Rücken schonen

Bild: Andrey Bandurenko-fotolia.com

Auch unter ergonomischer Betrachtung des elterlichen Rückens ist diese körpernahe Art des Tragens – entweder huckepack oder vor dem Bauch – eindeutig die beste, um Schmerzen und Verspannungen zu vermeiden. „Negative Auswirkungen auf die Wirbelsäule der Eltern hat das Tragen eher, wenn das Kind einseitig auf der Hüfte getragen und das Gewicht somit nur auf einer Schulter übertragen wird“, schreibt der Orthopäde Dr. Ewald Fettweis.

Das Tragen mit einer gut angepassten Tragehilfe kann durchaus sportlich gesehen werden: Da Babys zum Glück nicht über Nacht fünf Kilo zunehmen und auch nicht zwölf Stunden am Stück herumgeschleppt werden müssen, kann man langsam das Training aufbauen. Auf diese Weise lassen sich die durch zu viel Sitztätigkeit geschwächten Rückenmuskeln allmählich stärken.

Eine Bindung fürs Leben

Über all das hinaus fördert die Nähe, die beim Tragen entsteht, die intuitive Kommunikation zwischen Eltern und Kind und bietet dem Kind eine Fülle von Sinneseindrücken. Mitempfundene Lagewechsel schulen den Gleichgewichtssinn und helfen so nicht nur der motorischen Entwicklung auf die Sprünge.

Auch Majas Vater Tobias ist begeistert. Kaum hat er Maja in das Tuch gewickelt, hört sie auf zu schreien. Jetzt spürt sie den Herzschlag ihres Vaters, nimmt seinen Geruch wahr und das Gefühl gehalten zu werden. All diese Eindrücke und Empfindungen vermitteln ihr das Gefühl geborgen zu sein. Diese Geborgenheit sorgt in ihrem kleinen Körper für die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Diese Portion Glück, gepaart mit der Fülle an Sinneseindrücken, gibt es fast nur beim Tragen.

Babyschale

Das Kind schläft gerade in der Babyschale? Wieso langes Liegen in der Babyschale nicht zu empfehlen ist und welche Rolle eine gute Federung spielt, erfährst du im Artikel „Tragen in der Babyschale“.

Tragen in der Babyschale

Klar, beim Autofahren geht es nicht anders und für kurze Wege, wenn das Baby gerade eingeschlummert ist, sind alle dankbar, wenn es bleibt, wo es ist. Grundsätzlich aber sind Babyschalen keine optimale Tragevariante – und das weder für die Eltern noch für das Kind.

Eine Babyschale zu tragen, ist vor allem eines: schwer. Und es belastet insbesondere bei Müttern, die gerade entbunden haben, extrem den Beckenboden. Zudem ist das einseitige Tragen über dem Arm oder an der Hand ein guter Garant für Rückenbeschwerden.

Kinder sitzen in der Babyschale relativ zusammengesunken, was dazu führt, dass die Lungen sich schlechter entfalten können und die Atmung dadurch etwas flacher ist. Zum anderen belastet diese Haltung die Wirbelsäule, die anders als im Tragetuch oder in der Trage keine Unterstützung findet.

Mittlerweile lassen sich aber manche Schalen auch in die Waagrechte kippen. Auch wenn die meisten Untergestelle zwar Mamas oder Papas Rücken entlasten, sind sie jedoch oft so unzulänglich gefedert, so dass alle Erschütterungen sich auf die kindliche Wirbelsäule übertragen. Wer sein Kind also so befördert, sollte unbedingt auf eine gute Federung achten!

Expertin


Dr. Evelin Kirkilionis ist Verhaltensbiologin und Buchautorin des 2013 neu aufgelegten Klassikers „Ein Baby will getragen sein“. Im kidsgo-Interview wirft sie einen wissenschaftlichen Blick auf das Tragen.

Experten-Interview - Bedürfnis nach Nähe ist angeboren

kidsgo: Was spricht aus verhaltensbiologischer Sicht für das Tragen?

Dr. Evelin Kirkilionis: Eigentlich alles. Stammesgeschichtlich sind kleine Kinder prinzipiell daran angepasst, immer in der Nähe einer Vertrauensperson zu sein. Sie haben eine biologische Antenne, die ihnen beim Tragen signalisiert: Ich bin in Sicherheit. Das Gefühl bewegt zu werden und die taktilen Reize, die ein Kind durch den Körperkontakt zum Tragenden erhält, sind schon für die Kleinsten eindeutige Hinweise. Dabei muss es aber nicht unentwegt die Mutter sein, in deren unmittelbarer Nähe sich das Kind aufhält. In noch ursprünglich lebenden Gesellschaften wird diese Aufgabe durchaus von verschiedenen Mitgliedern einer Sippe übernommen. Da mütterlicher Arbeitsplatz und „Krippenbetreuung“ in diesen Gesellschaften direkt nebeneinander liegen, wandert ein Baby, sobald es unruhig wird, automatisch zur Mutter zurück.

kidsgo: Was soll ich beim Kauf einer Tragehilfe beachten, und soll ich diese schon in der Schwangerschaft anschaffen oder lieber abwarten, bis das Baby da ist?

Dr. Evelin Kirkilionis: Ob Tragetuch oder Tragehilfe mit Klett- oder Klicksystem ist weitgehend Geschmacksfrage. Am individuellsten anpassbar ist sicherlich ein Tragetuch. Wichtig ist, dass das Kind in der Tragehilfe im Rumpf gut gestützt aufrecht sitzt, der Steg breit genug ist, um eine Hockhaltung zu gewährleisten, und das Kind, wenn es vor dem Bauch getragen wird, in Blickrichtung zum Tragenden sitzt. Daneben sollte die Trage auch für den Tragenden bequem sein. Mein Tipp ist darum, sich erst einmal ein bereits erprobtes und durch die Benutzung angenehm flexibel gewordenes Second-Hand-Tragetuch zu besorgen und, wenn das Baby dann da ist, gemeinsam zu testen, was passt – gerade dann, wenn es doch eine Trage sein sollte, wofür Väter übrigens oft plädieren. Manche Hebammenpraxen, Elterntreffpunkte oder Trageberatungen sind da sehr hilfreich.

kidsgo: Wie viel Getragenwerden verträgt mein Kind?

Dr. Evelin Kirkilionis: Wie viel Zeit ein Kind im Tuch oder auf dem Arm der Eltern verbringen mag, ist sicherlich von Kind zu Kind verschieden und wird sich auch mit zunehmendem Alter des Kindes verändern. Kein Kind braucht ununterbrochen Körperkontakt. Es benötigt auch Zeit, um sich mit sich selbst zu beschäftigen, die eigenen Hände oder Füße zu erforschen. Kinder zeigen eigentlich sehr deutlich, wenn sie genug haben und Eltern sind in der Regel so kompetent, das zu erkennen.

kidsgo: Gibt es Gründe, die gegen ein Tragen sprechen?

Dr. Evelin Kirkilionis: Wenn Mutter oder Vater nicht mögen. Wer die unmittelbare Nähe nicht gut aushalten kann und dadurch ungeduldig und kribbelig wird, lässt es besser sein, denn dieses Gefühl überträgt sich mit Sicherheit auf das Kind. Tragen ist praktisch, weil sich dadurch das kindliche Bedürfnis nach Nähe problemlos in den Alltag einbauen lässt. Auch ein Kind, das nie eine Trage kennengelernt hat, kann glücklich heranwachsen. Ihm muss dann aber ausreichend Nähe auf eine andere Art — aktiv und zeitaufwändiger — gegeben werden.

kidsgo: Worauf muss ich achten, wenn ich mit meinem Tragekind bei Wind und Wetter unterwegs bin?

Dr. Evelin Kirkilionis: Darauf, dass die Beinchen und das Gesicht nicht auskühlen. Ganz kleine Kinder melden sich nicht, wenn ihnen zu kalt ist. Gesetzt den Fall, Eltern haben ihr Kind mit in ihren Wintermantel eingepackt, sollten sie darauf achten, dass seine Atmung nicht behindert wird.

kidsgo: Manche Kinder schreien, wenn es in die Trage gesetzt wird. Woran könnte es liegen?

Dr. Evelin Kirkilionis: Vielleicht hat es Hunger oder es ist müde. Oder es ist ein Sensibelchen und durch alles Ungewohnte schnell zu irritieren; dann hilft vielleicht zunächst ein elastisches Tragetuch. Vielleicht spürt das Kind aber auch die Unsicherheit der Mutter. Wer unsicher ist, verkrampft ganz automatisch, und wer mag sich schon gern an eine Brust kuscheln, die sich in etwa so angenehm anfühlt wie ein Waschbrett. Vielleicht drückt aber auch eine Schnalle, Stofffalte oder -kante. Hier könnte es sinnvoll sein, eine Trageberaterin aufzusuchen, um mit ihr gemeinsam zu schauen, wie das Kind möglichst optimal sitzt. Wird ein Kind zum ersten Mal getragen und ist schon älter als drei Monate, muss es sich an diese neue Art des Bewegt-Werdens und vor allem an die Enge erst einmal gewöhnen. Und wenn es trotz aller Bemühungen nicht möchte, dann ist es trotz biologischer Disposition vielleicht einfach kein Tragekind. Auch das kommt vor, wenn auch sehr selten.

kidsgo: Frau Dr. Evelin Kirkilionis, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Expertin


Stefanie Mühe

Trageberaterin ftz-Babytragen &
GfG-Familienbegleiterin

Beratungsstelle für natürliche Geburt und Elternsein e.V., München
haeberlstrasse-17.de

Nachgehakt: Wie findest du die optimale Tragehilfe?

Wir haben dazu Stefanie Mühe befragt. Sie arbeitet als Trageberaterin und Familienbegleiterin in der Beratungsstelle für natürliche Geburt und Elternsein e.V. in München.

kidsgo: Frau Mühe, was sollten Eltern vor und beim Kauf einer Trage bedenken?

Stefanie Mühe: Bevor Eltern sich zum Kauf einer Tragehilfe entscheiden, sollten sie überlegen, welche Art von Tragehilfe sie sich überhaupt vorstellen können: Tragetuch, MeiTai oder Komforttrage? Und: Gibt es gesundheitliche Einschränkungen bei Träger und/oder Kind?

Eine Tragehilfe zu finden ist manchmal nicht so einfach, da sie bei jedem unterschiedlich sitzt. Ich rate beim Kauf einer Tragehilfe sich folgende Fragen zu stellen:

  • Ist die Trage leicht an Eigengewicht?
  • Sind unterschiedliche Tragepositionen vor dem Bauch, auf der Hüfte und auf dem Rücken möglich?
  • Ist der Blick des Babys zur tragenden Person gerichtet?
  • Können die Träger auch über Kreuz gebunden werden?
  • Ist der Steg zum „Sitzen“ breit genug? Oder sogar verstellbar?
  • Hat die Trage eine Kopfstütze und stützt gut den Rumpf des Babys?
  • Aus welchem Material ist die Trage? Schmiegt es sich an das Kind?

kidsgo: Wie sollte der Steg der Tragehilfe beschaffen sein?

Stefanie Mühe: Der Steg der Tragehilfe sollte über die ganze Länge breit genug sein, das heißt von Kniekehle zu Kniekehle reichen. So kann die Hüftausreifung optimal unterstützt werden.

kidsgo: Wie sollte das Baby in der Trage „sitzen“?

Stefanie Mühe: Die Tragehilfe sollte den natürlichen Rundrücken vom Baby zulassen und es gleichzeitig ausreichend stützen. Das heißt, das Baby sollte die natürliche Anhock-Spreiz-Haltung einnehmen. Die Knie befinden sich dann in Bauchnabelhöhe.
Und ganz wichtig: Nicht nur bei den Kleinsten, sondern auch bei schlafenden Kindern muss der Kopf unbedingt gestützt werden.

kidsgo: Oft kommt die Frage: Kaufe ich besser ein Tragetuch oder eine Tragehilfe?

Stefanie Mühe: Richtig gebunden, hat man mit dem Tragetuch immer den optimalen Sitz für den Träger und das Kind, in jeder Wachstumsphase. Es gibt verschiedene Bindeweisen sowie drei Positionen: vor dem Bauch – auf der Hüfte – auf dem Rücken.

kidsgo: Gibt es die Möglichkeit, sich vor dem Kauf beraten zu lassen und unterschiedliche Tragehilfen zu testen?

Stefanie Mühe: Beides ist möglich! Meine Empfehlung: Am besten lässt man sich vor seiner Kaufentscheidung von einer zertifizierten Trageberaterin vor Ort beraten. Diese kann individuell auf Wünsche und Bedürfnisse eingehen. Dort kann man nicht nur testen, sondern lernt auch den korrekten Umgang mit den verschiedenen Systemen oder auch das Binden des Tuchs. Oftmals gibt es auch die Möglichkeit eine Tragehilfe oder ein Tuch auszuleihen, um sie im Alltag mit Baby zu testen.

kidsgo: Wichtig ist doch, dass die Trage bequem ist.

Stefanie Mühe: Genau! Die Trage sollte nirgends drücken oder zwicken. Letztendlich sollte das Tragen für Träger und Baby ergonomisch und bequem sein. Im Idealfall verteilt sich das Gewicht des Kindes gleichmäßig auf den Körper des Tragenden.

Viel Spaß beim Tragen wünscht
Stefanie Mühe

Wir fragten nach im Verlag: "Habt ihr eure Kids getragen?“

Das Ergebnis: Alle kommen ins Schwärmen!


Anne Richter, Referentin der Geschäftsleitung

„Lotta hat mich fast in den Wahnsinn gebrüllt und ließ sich nur durch Tragen beruhigen. Obwohl andere meinten „Du verwöhnst sie zu sehr!“ oder “Dein Rücken wird krumm”..., habe ich diese innigen Momente sehr genossen.“


H.D. Wöhrle, Grafik

„Unsere Zwillinge kamen zu früh, deshalb haben wir sie nach der Geburt ganz viel „gekängurut“. Wir haben es sehr genossen, sie bei uns zu haben, und so ergab sich das Tragen von selbst. Praktisch waren Tuch oder Trage vor allem zum Beruhigen oder zum Arbeiten am Rechner auf dem Sitzball.“


Patrizia Walter, Akquise

„Max für ein paar Minuten mal ablegen? Ein absolutes No-Go für ihn. Das Tragen im Tuch – und später in der Trage – wurde schnell zu unser aller liebsten Möglichkeit, auch mit Kind mobil zu bleiben, egal ob beim Einkauf, Spaziergang, im Urlaub oder zu Hause.“


Steffi Heidenreich, Marketing

„Unsere Babytrage war immer und überall mit dabei. Ich denke, dass wir mit dem Tragen unseren Kindern sehr viel Nähe und Sicherheit gegeben haben. Hanna ist jetzt 2 ½, und ich trage sie immer noch gerne auf dem Rücken. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie mir zu schwer wird.“


Barbara Hirt, Herausgeberin

„Weil mein Großer von Anfang an im Kinderwagen zeterte, bin ich nur noch mit Baby vor dem Bauch los. Was für eine Freiheit! Stundenlang streifte ich so durch den Wald, besuchte Freundinnen und ging einkaufen – dazu war der Kiwa prima, denn Möhren, Milch und Windeln meckern nicht, wenn der Wagen steht.“


Anne Schwarz, Akquise

„Erst bei meinem Großen habe ich erfahren, dass Säuglinge auch Traglinge sind. Plötzlich war alles so einfach und unkompliziert. Unsere 6 Wochen alte Tochter braucht keine Minute, um im Tragetuch zur Ruhe zu kommen. Das Tolle am Tragen ist auch, dass die eigene Kraft mit dem Gewicht des Kindes gefühlt mitwächst.“

Buchtipps zum Weiterlesen


Dr. Evelin Kirkilionis, Ein Baby will getragen sein, Kösel Verlag, 2013, 16,99 €


Regina Masaracchia und Alexandra Schneider, Tragekinder: Das Kindersachbuch zum Thema Tragen und Getragenwerden, edition riedenburg, 2009, 14,90 €