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Pille fürs Kind - Vitamin D: richtig dosieren

Babys benötigen für den Knochenaufbau besonders viel Vitamin D.

In diesem Artikel:

Vitamin D richtig dosieren

„Die zusätzliche Vitamin-D-Dosis sollte täglich ab dem Ende der 1. Lebenswoche bis zum Ende des 1. Lebensjahres gegeben werden“, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde – plus optional im 2. Lebensjahr in den Wintermonaten, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Der kann eine Rachitis auslösen – eine Erkrankung, bei der die Knochensubstanz langsam erweicht und sich das Skelett verformt.

Meist verordnet der Kinderarzt eine Kombination mit Fluor, die gleichzeitig der Kariesvorbeugung dient. Diese Tablette lässt sich leicht in Flüssigkeit auflösen. Sie enthält ausreichend Vitamin D, aber nicht so viel, dass die Gefahr einer Überversorgung besteht.

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Vitamin-D-Tabletten besser als Tropfen

Inzwischen kommen Vitamin-D-Tropfen statt Tabletten in Mode – eine gefährliche Entwicklung, warnt Dr. Hermann-Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: „Ein Tropfen enthält neuerdings nicht wie bisher 400 Internationale Einheiten. Vitamin D, sondern 667 – eine Erhöhung um 50 Prozent.“ Die Tropfen können zudem je nach Raumtemperatur in der Größe variieren und dann noch mehr Vitamin D enthalten. Bei Überdosierung reichert sich Vitamin D im Körper an und kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen: Erbrechen, Durchfall, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Nierenversagen. Kinderarzt Kahl: „Wir raten dringend von den Tropfen ab. Eltern sollten ihrem Kind Tabletten geben, denn diese sind genau standardisiert und daher ohne Risiko.“


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