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Allergieprophylaxe für Babys

Während Säuglinge noch vor Jahren nach dem Motto „viel hilft viel“ täglich gebadet und komplett eingeölt bzw. gecremt wurden, weiß man heute, dass zuviel des Guten die zarte, empfindliche Babyhaut regelrecht strapaziert und Allergien begünstigt. Die funktionelle Unreife der Säuglingshaut sollte daher bei allen Pflege- und Reinigungsmaßnahmen berücksichtigt werden.

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Was können Eltern tun?

Abgesehen von den unbestrittenen Vorteilen der Muttermilch für jedes Baby, ist es besonders für Kinder aus Allergikerfamilien wichtig, gestillt zu werden. Der nachgewiesene prophylaktische Effekt entwickelt sich allerdings nur dann optimal, wenn das Kind zunächst ausschließlich mit Muttermilch ernährt wird. Am besten sechs Monate lang. Klappt es mit dem Stillen nicht, muß auf hypoallergene Fertigmilch zurückgegriffen werden. Auf jeden Fall solltest du vorher mit deiner Hebamme sprechen, die sie auch nach der Wochenbettbetreuung bei Problemen mit dem Stillen in Anspruch nehmen können (wird über die Krankenkasse abregerechnet!). Stillen ist das Beste für dein Kind und für viele Probleme gibt es gute Hilfsmöglichkeiten. Welches Ersatzprodukt das Richtige ist, sollte mit dem Kinderarzt beraten werden. Auch später gilt: Je weniger neue Eiweiße in der Nahrung gleichzeitig auftauchen, desto toleranter verhält sich das Immunsystem. Beikost sollte also schrittweise eingeführt werden.

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Hygiene und Sauberkeit

Das Immunsystem eines Babys oder Kleinkindes ist bei weitem noch nicht so ausgereift wie das eines erwachsenen Menschen. Bakterien und Verunreinigungen können daher für deinen Nachwuchs schnell zu einem gesundheitlichen Problem werden. Hygiene und Sauberkeit spielen aus diesem Grund bei der Nahrungszubereitung für Babys eine besonders wichtige Rolle. Darauf weisen die Verbraucherzentralen hin. Hier einige Tipps, worauf Eltern unbedingt achten sollten: Flaschen und Sauger müssen nach jeder Mahlzeit ausgespült werden, denn insbesondere in Milchnahrung können sich schnell Bakterien entwickeln. Einmal am Tag sollte sämtliches Zubehör für die Zubereitung der Mahlzeiten sterilisiert werden. Dazu eignen sich das fünfminütige Auskochen in einem großen Topf bzw. zwei bis drei Minuten in einem Dampfdrucktopf oder das Benutzen von speziellen Fläschchen-Sterilisatoren. Bei der Auswahl von Babyflaschen sind Produkte aus Glas vorzuziehen. Glas stellt im Gegensatz zu Plastik sicher, dass keine Wechselwirkungen zwischen der Babynahrung und der Verpackung auftreten.