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Säuglingspflegekurs - Was du über die Babypflege lernst

Du überlegst, was dein Baby braucht? Wo es schläft? Welche Windel die beste ist? Und wie Wickeln überhaupt geht? Dann nichts wie ab in den Säuglingspflegekurs!

In diesem Artikel:

Säuglingspflegekurse zeigen, was wichtig ist

Für werdende und frischgebackene Eltern bieten Hebammenpraxen, Familienbildungsstätten und Geburtshäuser und -kliniken zahlreiche Kurse zu unterschiedlichen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt an. Manchmal ist es allerdings nicht so einfach, herauszufinden, was sich hinter den einzelnen Kursnamen verbirgt und wann die Teilnahme an einem der Kurse hilfreich ist. So handelt es sich etwa bei „Säuglingspflegekursen“ nicht um Kurse, die Eltern mit ihrem Neugeborenen besuchen, sondern um Angebote, die bereits in der Schwangerschaft auf die Zeit mit Kind vorbereiten sollen.

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„Ich persönlich halte einen Säuglingspflegekurs gerade für das erste Kind und die ersten Anschaffungen für sinnvoll“, sagt Hebamme Iris Zwingmann. „Und das nicht nur für werdende Eltern, sondern auch für Großeltern. Tagesmüttern und Babysittern empfehlen wir, solche Angebote zum Auffrischen ihrer Kenntnisse zu nutzen. In den meisten Geburtsvorbereitungskursen wird nur an einem Abend über die Pflege des Babys gesprochen, und dann geht es inhaltlich eher um Untersuchungen, Medikamente oder Tests, die nach der Geburt anstehen.“ Die Zeit im Geburtsvorbereitungskurs sei oft zu knapp, um dort Themen eines Säuglingspflegekurses zu behandeln, weiß Iris Zwingmann aus Erfahrung.

Wie viele Strampler und Mützchen brauchen wir eigentlich

Die Nachfrage ist allerdings nicht so groß wie bei Geburtsvorbereitungskursen. Vielleicht auch deshalb, weil Krankenkassen die Kosten für Säuglingspflegekurse in der Regel nicht übernehmen. Mit rund 30 Euro plus 15 Euro Partneranteil muss man rechnen – dafür bekommen werdende Eltern wichtige Detailinformationen. Etwa über die Babyausstattung: Wie viele Bodys, Pullover, Strampler, Socken, Mützen und Jäckchen braucht das Baby? Und vor allem in welcher Größe? „Ich empfehle Kleidergröße 50/56“, sagt Zwingmann. „Viele Paare bekommen privat die Info, nicht so kleine Sachen zu kaufen. In den Kursen erkläre und zeige ich, dass es keine Freude ist, wenn Strampler und Co. viel zu groß sind.“ Das Handling beim Anziehen, Wickeln oder Baden wird genauso geübt wie über Windelgrößen und -sorten gesprochen. Ebenso geht es um Fragen, welche Raumtemperaturen tagsüber und nachts herrschen oder wie die Schlafumgebung und -ausstattung fürs Baby aussehen sollten. Und wie transportiere ich mein Baby überhaupt? Wie funktionieren Tragetücher und wie sehen andere Tragehilfen oder auch der optimal ausgestattete Kinderwagen aus? Ab welchem Alter kann ich was einsetzen?

Du möchtest dir einen ersten Eindruck über Ablauf und Inhalte eines Säuglingspflegekurses verschaffen? Dann schau dir hier die persönlichen Kurserlebnisse unserer Vloggerin Manu an:

Fragen stellen: erlaubt und erwünscht

„Damit Eltern ihr neu erworbenes Wissen vor dem Anschaffen der Erstausstattung nutzen können, ist es sinnvoll, einen Säuglingspflegekurs nicht erst zum Ende der Schwangerschaft zu besuchen, sondern etwa ab der 28. Woche“, rät die Fachfrau. „Natürlich sind auch die Pflege und Reinigung der Neugeborenen selber Kursthema.“ Ihr Leitsatz: „So wenig wie möglich und soviel wie nötig“ gelte zum Beispiel für Wundcreme bei rotem Po, oft reiche auch Muttermilch oder Schwarzer Tee. Gerade für solch wertvollen Tipps erfahrener Hebammen lohnt sich der Kursbesuch allemal. 

„Zwar sind wir Hebammen vor der Geburt eines Kindes oft bei den Paaren zu Hause, wo wir mit ihnen dann die Babyausstattung auch durchgehen. Kurse sind aber immer ein guter Ort für den Austausch unter Gleichgesinnten, für Fragen, die einen beschäftigen, auch Kontakte knüpfen sich so viel leichter. Und wenn sich in den unterschiedlichen Kursen einiges wiederholt, ist das doch eher eine Bereicherung, weil es Sicherheit gibt. Denn genau das ist das, was sich jeder wünscht und jeder sucht, der sich auf das neue, aufregende Leben mit Kind vorbereitet.“


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