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Die Taufe ist oft der erste Berührungspunkt, den Eltern und Babys mit der Kirche knüpfen. Und wie geht’s danach weiter? Ein Familiengottesdienst vermittelt biblische Inhalte und religiöse Werte auf kindgerechte Art – Ablauf, Länge und Inhalte orientieren sich an den Kleinsten. Denn eine Stunde still zu sitzen, das ist für viele Kids eine Qual. Deshalb darf es im Familiengottesdienst locker zugehen, ohne die Zeremonie zu stören: Die Kinder sind in den gesamten Ablauf mit einbezogen. Schon zu Beginn werden die Kinder ausdrücklich begrüßt und willkommen geheißen. Sie dürfen nach vorne zu kommen, um sich etwas abzuholen oder das Geschehen aus nächster Nähe zu verfolgen. Familiengottesdienste finden meist zu großen Kirchenfesten wie Ostern, Erntedank oder Weihnachten statt. Die Predigt wird dann durch ein kleines Theaterspiel oder eine Geschichte ersetzt. Manche Familiengottesdienste werden komplett von einer Kinder- oder Jugendgruppe gestaltet. Der Pastor bzw. Pfarrer erklärt, welche Bedeutung die einzelnen Rituale haben – etwa der Segen, die Fürbitten, das Gebet. So wird die Liturgie für Kinder verständlich.
Natürlich wird auch gesungen: Die Lieder haben leichte, eingängige Melodien und wenig Text. Meist dürfen die Kids mitklatschen oder die Lieder mit Gesten begleiten. Und auch nach dem Gottesdienst werden die Kleinen ermutigt, alles genau unter die Lupe zu nehmen – Taufbecken, Weihwasserschale, Kirchenfenster, Ornamente, Altar und Kerzen. Respektvoll, versteht sich. Wo und wann es den nächsten Familiengottesdienst in deiner Nähe gibt, erfährst du unten auf der Seite.
Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche bieten Familiengottesdienste an.
Familiengottesdienste sollen vor allem Kindergartenkinder und Grundschulkinder ansprechen. Ab einem Alter von drei Jahren stellen Kinder Fragen zur Zeremonie, bestaunen die besondere Atmosphäre und interessieren sich für die Bedeutung religiöser Symbole. Aber auch Kindern unter drei Jahren steht der Familiengottesdienst offen. Einige Gemeinden bieten sogar Kleinkindgottesdienste an.
Alle Gemeinden informieren in Aushängen am Gemeindezentrum oder an der Kirche über ihre Aktivitäten. Dort ist auch der Familiengottesdienst aufgeführt. Im Gemeindebrief werden die Termine für Familiengottesdienste und Kindergottesdienste angekündigt. Gemeinden, die im Netz aktiv sind, halten die Termine auf ihrer Internetseite aktuell. Finde hier Termine und Adressen für einen Familiengottesdienst in deiner Nähe!
Thea Wittmann
Gemeinsam feiern: Viele Gemeinden bieten regelmäßig einen Familiengottesdienst an. Die Kirchengemeinde versteht sich als eine große Familie, die ihre Werte auch an die jüngsten Mitglieder weitergeben möchte. Hier sind Kleine samt Geschwistern, Eltern und Verwandten ausdrücklich eingeladen!
Tipp: Hebammen sind oft früh ausgebucht. Frag am besten schon in den ersten Schwangerschaftswochen an, gern bei mehreren gleichzeitig.
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