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Eisprung und Einnistung: Was du über die Nidation wissen musst

Die Einnistung bezeichnet die Festsetzung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Ist die Einnistung vollzogen, so beginnt die tatsächliche Schwangerschaft. Diese lässt sich dann auch hormonell nachweisen.

In diesem Artikel:

Eisprung und Einnistung – in kleinen Schritten zum Babyglück

Die Vorgaben von Mutter Natur sind ganz eindeutig: Am Anfang war der Eisprung – und dann die Befruchtung der Eizelle. Falls du den Zeitpunkt deines Eisprungs nicht kennst, kannst du mit unserem Eisprungrechner ganz einfach deinen Eisprung online bestimmen.

Ja, und wann ist es mit der Einnistung soweit? Ist die Eizelle im Eileiter befruchtet, handelt es sich noch nicht um eine abgeschlossene Schwangerschaft. Dafür muss die Eizelle nämlich erst in der Gebärmutter angelangen und sich dort in der Gebärmutterschleimhaut "einnisten". Die befruchtete Eizelle wird durch wellenförmige Kontraktionen und die Bewegung kleiner Flimmerfäden durch den Eileiter transportiert. An der Gebärmutterhöhle angelangt, kann die Einnistung beginnen.

Auf dem Weg zur Gebärmutterschleimhaut passiert einiges

Am selben Tag, an dem die Verschmelzung und der Weg zur Einnistung vonstattengeht, beginnt die Zellteilung. Hierbei werden die Zellen zunächst immer kleiner, weil sich das Zellmaterial nicht vermehrt. All diese Zellen beinhalten jedoch vollkommen identische Erbanlagen. Das heißt, dass sich aus jeder dieser Zellen prinzipiell ein Mensch herausbilden könnte.

Am vierten Tag nach der Befruchtung umfasst die befruchtete Eizelle 32 bis 64 Zellen. Die Zellen beginnen dann, sich von einander zu differenzieren und sich zu spezialisieren. An diesem Punkt gelangt die befruchtete Eizelle, die in diesem Stadium Blastozsyste genannt wird, in die Höhle der Gebärmutter, wo sie sich einen Tag später an die Gebärmutterschleimhaut anhaftet. Hier dringt sie in die Schleimhaut ein und ist schon wenige Tage darauf vollkommen in der Schleimhaut eingebettet und in 100 Zellen geteilt. Diesen gesamten Prozess, vom Anheften bis zum vollständigen Einbetten bezeichnet man im Allgemeinen als Einnistung.

Das Hormon HCG zeigt die Schwangerschaft an

Ab diesem Zeitpunkt hat die eigentliche Schwangerschaft begonnen, sodass der Körper nun erste hormonelle Signale aussendet. Das Hormon HCG sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten bleibt und nicht abgestoßen wird wie es sonst im Verlauf des Zyklus der Fall ist. Dieses Hormon ist es auch, dass durch einen Schwangerschaftstest im Urin oder Blut nachgewiesen werden kann und somit die Schwangerschaft bestätigt.

Von dem gesamten, bisher abgelaufenen Einnistungsprozess bemerken die meisten Frauen nichts. Im Normalfall ist dieser am 22. bis 23. Tag des Zyklus abgeschlossen, sodass noch 5 bis 6 Tage bis zum Ausbleiben der Periodenblutung verbleiben. Bei einigen Frauen tritt jedoch mit dem Zeitpunkt der Einnistung eine Blutung auf, die sehr schwach ist. Diese bezeichnet man als Einnistungsblutung. Man vermutet, dass diese Blutung in jeder Schwangerschaft auftritt, aber nur bei dreißig Prozent der Schwangeren auch äußerlich sichtbar wird.

Eine Einnistungsblutung lässt sich nicht immer leicht von der Periodenblutung unterscheiden

Viele Frauen mit Kinderwunsch stellen sich zu Recht die Frage, wie man dieses unscheinbare Geschehen bemerkt und von der üblichen Periodenblutung abgrenzen kann. Die Einnistungsblutung fällt wesentlich schwächer aus als die Monatsblutung, was sich auch in Farbe und Form des Ausflusses bemerkbar macht. Dieser ist meist hellrot bis leicht braun und hat die Form von Tropfen oder Schlieren. Der wesentliche Unterschied liegt aber darin, dass die Blutung, die mit der Einnistung der Eizelle einhergeht, nicht stärker wird und auch zu einem früheren Zeitpunkt im Zyklus eintritt, als man die Monatsblutung erwartet.

Auch wenn das einige Anhaltspunkte sind, an denen man sich orientieren kann, ob es sich um eine Blutung handelt, die eine Schwangerschaft anzeigt, so versprechen sie doch keine Sicherheit. Eine Schwangerschaft ist erst dann wahrscheinlich, wenn sich andere typische Begleiterscheinungen bemerkbar machen, die Periode ausbleibt und der Schwangerschaftstest positiv ausfällt. Die endgültige und sichere Feststellung einer Schwangerschaft kann aber nur vom Arzt getroffen werden.