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Eltern dürfen auf ihre Intuition vertrauen

„Unser Baby krabbelt immer noch! Ist das normal? Machen wir was verkehrt?“ Die typische Frage besorgter Eltern. Und nur eine von vielen. Dabei wissen sie: Ihr Kind ist toll, einzigartig. Und doch beginnen sie zwangsläufig irgendwann zu schauen, wie sich andere Kinder entwickeln. Dann wird verglichen, auf Entwicklungskurven geguckt, optimiert und therapiert.

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Eltern dürfen auf ihre Intuition vertrauen

Halt! „Lassen Sie sich nicht verunsichern und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl!“ rät Dr. Johanna Pareigis vom Leibniz-Institut für Pädagogik in Kiel.

Die innere Stimme

Jedes Kind ist anders. Das eine läuft früher, das andere spricht später. Patentrezepte gibt es nicht. Statt Anleitungen bekommen Eltern aber von der Natur eine ganz besondere Verbindung zu ihrem Kind: Sie können intuitiv erspüren, welche Bedürfnisse ihr Kind hat. Dieser Mix aus eigenen Erfahrungen, Gefühl und Vernunft ist das Bauchgefühl. „Sie müssen nur das Vertrauen in sich haben, diesen natürlichen Draht zu Ihrem Nachwuchs auch in der Erziehung zu nutzen“, erklärt die Expertin.

Geduld und Liebe

Nicht immer leicht. Was im Ratgeber steht oder bei anderen Familien funktioniert, scheint vertrauenswürdiger als eigene Erfahrungswerte. Die Folge sind verkrampfte Eltern, die ständig Angst haben, nicht loslassen und abwarten können. Sie wollen die Entwicklung ihres Kindes nicht nur fördern, sondern beschleunigen. „Diese Ängste nehmen natürlich auch die Kinder wahr“, weiß Pareigis. Doch verunsicherte Eltern machen ihrem Nachwuchs das Leben schwer. Pareigis´ Tipp: „Bauchgefühl ist der wichtigste Einflussfaktor in der Erziehung. Intuitiv zu erziehen heißt, mit Geduld und viel Liebe sein Kind im Blick zu haben. Ihm Unterstützung zu geben, aber auch Zeit und Freiräume für seine Entwicklung zu lassen. Denn jedes Kind hat sein eigenes Tempo.“


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