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Viel hilft nicht viel - Medikamente für Kinder dosieren

Eltern neigen dazu, ihren Kindern eher zu viel als zu wenig Medizin zu verabreichen. Häufigste Fehlerquelle sind verwirrende Markierungen auf Dosierhilfen oder die Angaben im Beipackzettel, Dosierbecher oder -löffel mit Eichstrichen.

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Viel hilft nicht viel - Medikamente für Kinder dosieren

„Für flüssige Arzneimittel, zum Beispiel Fiebersaft, ist eine Spritze am besten geeignet, um die Menge genau zu dosieren“, sagt Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht des Kindes.

„Grundsätzlich muss der Kinderarzt im Gespräch über die richtige Dosierung und den Einnahmeabstand eines Medikamentes aufklären, damit die Eltern wissen, was sie zu tun haben“, so der Kinderarzt.Bei Fieberzäpfchen oder Schmerzmitteln, zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen, kann eine zu hohe Dosis schnell für die Leber gefährlich werden. „Zäpfchen sind in den ersten drei Lebensmonaten tabu. Wenn ein Kind unter drei Monaten Fieber bekommt, ist das immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen.“

Vorsicht ist bei Nasentropfen angezeigt: Sie dürfen maximal ein- bis zweimal am Tag und nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden, denn sie können ernsthafte Schäden an der Nasenschleimhaut verursachen. Kochsalzlösungen hingegen sind zu bevorzugen, sie befeuchten die Nasenschleimhaut und richten keinen Schaden an.

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