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Babypflege - So pflegen Sie Ihr Baby richtig

Früher wurden Säuglinge täglich gebadet und komplett eingeölt oder eingecremt. Heute weiß man, dass zu viel des Guten die zarte, empfindliche Babyhaut strapaziert. Deshalb solltest du die Unreife der Säuglingshaut bei Pflege und Reinigung immer berücksichtigen.

In diesem Artikel:

Säuglingshaut – zart und sensibel

Babyhaut muss erst erwachsen werden, um voll funktionsfähig zu sein – und das dauert bis zum 12. Lebensjahr! Bei Babys ist die Produktion von Talgdrüsenfett noch eingeschränkt und der Säureschutzmantel der Haut daher nur unvollständig. Das macht zarte Säuglingshaut besonders empfindlich: Alkalien, wie etwa herkömmliche Seife, können sie leicht austrocknen, drückende oder scheuernde Windeln und Kleidung schnell zu Rötungen führen. Und: Babyhaut ist fünf mal dünner als die von Erwachsenen – entsprechend dünn ist die schützende Hornschicht. Besonders empfindlich sind der Windelbereich, der Hals, die Leistengegend und die Gelenkbeugen, wo Haut auf Haut liegt.

Wunder Punkt „Babypopo“

Trotz sorgfältigster Pflege kann es da schnell passieren, dass Babys wund werden. Oft reicht schon eine unverträgliche Obst- oder Gemüsesorte (wie Zitrusfrüchte), auch wenn nur die stillende Mutter sie gegessen hat. Ebenso führt eine volle Windel schnell zu Rötungen der Haut, wobei der Stuhl durch die Nahrungsvielfalt mit zunehmendem Alter aggressiver wird.

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Windeldermatitis

Nicht jeder wunde Po ist gleich eine Windeldermatitis. Dennoch ist diese Hautschädigung nicht selten. Sie zeigt sich, meist zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat, als Rötung im Windelbereich, die bei etwa jedem vierten Baby in nässende, juckende und brennende Knötchen, Pusteln und Bläschen übergeht. Ursachen sind das feuchtwarme, nasse Milieu im Windelbereich sowie Haut reizender Stuhl und aggressiver Ammoniak aus dem Urin. Zusätzlich oft auftretende Hefepilz-Infektionen (Candida albicans) können Mitauslöser sein.

Hilfe für den wunden Po

Sorgfältige Hautreinigung mit lauwarmem Wasser, Verzicht auf Seifen, Gebrauch von Fertigwindeln mit starker Saugkraft sowie intensiver Hautschutz – das sind die Grundpfeiler der Hautpflege bei Wundsein und Windeldermatitis. Auf Öl- oder Feuchttücher besser verzichten, da sie Haut reizende Zusätze wie Duftstoffe enthalten können. Vor Anlegen der neuen Windel muss die Haut vollständig trocken sein, auch in den Leistenbeugen. Dazu lässt man das Baby mit nacktem Po gründlich an der Luft trocknen – am besten auf dem warmen Wickeltisch. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollte man spezielle Salben wie Zinksalbe auftragen, die auf den pH-Wert der gesunden Haut eingestellt sind. Das A und O der Behandlung – und die beste Vorbeugung – ist häufiges Wickeln: etwa alle drei bis vier Stunden und natürlich immer dann, wenn die Windel voll ist. Dem Po tut es besonders gut, wenn Baby zwischendurch auch mal ohne Windel spielen oder krabbeln darf.

Tipps für die tägliche Pflege

Bild: © Svetlana Fedoseeva - fotolia.com

Die empfindliche Babyhaut schützt man am besten, wenn man sie soweit wie möglich in Ruhe lässt. Da Babys noch nicht schmutzig sind, reicht ihnen ein Minimum an Körperpflege aus.

  • Katzenwäsche ist für Babys genau das Richtige: Gesicht, Hände und Po nur mit Wasser oder mit einer milden, vor Austrocknung schützenden Waschlotion waschen.
  • Hautirritationen vermeiden: die Babyhaut gründlich abtrocknen, besonders in den Hautfalten (Po und Leistengegend). Nicht rubbeln, nur sanft trocken tupfen.
  • Bei Kälte schützt eine Cremeschicht (ohne Wasser!) das empfindliche Babygesicht am besten.
  • Tägliches Haare bürsten mit einer weichen Babybürste kräftigt die Kopfhaut und beugt Schuppenbildung vor. Vorsichtig vorgehen bei Milchschorf oder Ekzemen auf dem Kopf!
  • Zum Haare waschen reicht bei Säuglingen Wasser. Kleinkindern wäscht man das dichtere Haar mit einem mild reinigenden Shampoo, das den Säureschutzmantel von Haar und Kopfhaut schont. Milchschorf nicht abkratzen – er fällt nach und nach von alleine ab!
  • Das Ohr reinigt sich selbst. Winzige Flimmerhärchen befördern Fett, Talg oder auch Fremdkörper langsam aus dem Gehörgang heraus. Zu viel Herum reiben schädigt die Flimmerhärchen. Deshalb nur weiche Tücher oder Waschlappen verwenden. Auf keinen Fall Wattestäbchen: Etwaiges Ohrenschmalz wird damit nur noch tiefer in den Gehörgang geschoben und kann zu einem Pfropf anwachsen, der beim Baden aufquellen und den Gehörgang verstopfen kann.
  • Fuß- und Fingernägel mit spezieller Baby-Nagelschere (abgerundete Spitze) oder mit einem Knipser nicht zu kurz schneiden, sonst besteht die Gefahr einer Nagelbettentzündung. Bei Neurodermitis besonders auf scharfe Nagelecken achten und diese schneiden, sonst besteht beim Kratzen Verletzungsgefahr. Fusseln und Fremdpartikel in den Zeh-Zwischenräumen täglich entfernen.

Noch ein Tipp: Zum Wohlfühlen tut eine Baby-Massage mit pflegenden Ölen besonders gut – bei Neurodermitis bitte nur auf ekzemfreien Hautstellen.

  • Katzenwäsche ist für Babys genau das Richtige: Gesicht, Hände und Po nur mit Wasser oder mit einer milden, vor Austrocknung schützenden Waschlotion waschen.
  • Hautirritationen vermeiden: die Babyhaut gründlich abtrocknen, besonders in den Hautfalten (Po und Leistengegend). Nicht rubbeln, nur sanft trocken tupfen.
  • Bei Kälte schützt eine Cremeschicht (ohne Wasser!) das empfindliche Babygesicht am besten.
  • Tägliches Haare bürsten mit einer weichen Babybürste kräftigt die Kopfhaut und beugt Schuppenbildung vor. Vorsichtig vorgehen bei Milchschorf oder Ekzemen auf dem Kopf!
  • Zum Haare waschen reicht bei Säuglingen Wasser. Kleinkindern wäscht man das dichtere Haar mit einem mild reinigenden Shampoo, das den Säureschutzmantel von Haar und Kopfhaut schont. Milchschorf nicht abkratzen – er fällt nach und nach von alleine ab!
  • Das Ohr reinigt sich selbst. Winzige Flimmerhärchen befördern Fett, Talg oder auch Fremdkörper langsam aus dem Gehörgang heraus. Zu viel Herum reiben schädigt die Flimmerhärchen. Deshalb nur weiche Tücher oder Waschlappen verwenden. Auf keinen Fall Wattestäbchen: Etwaiges Ohrenschmalz wird damit nur noch tiefer in den Gehörgang geschoben und kann zu einem Pfropf anwachsen, der beim Baden aufquellen und den Gehörgang verstopfen kann.
  • Fuß- und Fingernägel mit spezieller Baby-Nagelschere (abgerundete Spitze) oder mit einem Knipser nicht zu kurz schneiden, sonst besteht die Gefahr einer Nagelbettentzündung. Bei Neurodermitis besonders auf scharfe Nagelecken achten und diese schneiden, sonst besteht beim Kratzen Verletzungsgefahr. Fusseln und Fremdpartikel in den Zeh-Zwischenräumen täglich entfernen.

Noch ein Tipp: Zum Wohlfühlen tut eine Baby-Massage mit pflegenden Ölen besonders gut – bei Neurodermitis bitte nur auf ekzemfreien Hautstellen.


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