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Kaiserschnittrate 2017 unverändert hoch – bessere Aufklärung könnte Sectio-Rate senken

Auch 2017 bekam fast ein Drittel der Frauen per Kaiserschnitt ihr Baby. Eine Studie zeigt, dass Schwangere ohne Hebammenbegleitung öfter auf diese Weise entbinden.

In diesem Artikel:

Kaiserschnitt: Vom Notfall zum Regelfall?

Mit 30,5 Prozent lag die Sectio-Rate auch 2017 unverändert hoch. Selbstverständlich gibt es Situationen, in denen eine Schnittentbindung hilfreich, wenn nicht sogar lebensrettend für Mutter und Kind ist. Doch solche Fälle machen nicht einmal zehn Prozent der Kaiserschnitte aus. Sie können den immensen Anstieg der Kaiserschnittraten also nicht erklären.

Link zur Studie

Hier geht es zur Healthcare-Studie der hkk.

Hebammenbegleitung senkt Sectio-Rate

Neben zu frühen Eingriffen, Geburtseinleitung oder Unsicherheit der GeburtshelferInnen spielt vor allem die mangelnde Aufklärung der werdenden Mutter eine zentrale Rolle. Das zeigt eine Studie der Handelskrankenkasse (hkk) aus 2014: Gab es während der Schwangerschaft keine Begleitung oder überwiegend durch einen Arzt, stieg die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt um 60 Prozent. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Betreuung durch eine Hebamme ist. Jede neunte Frau der 1.627 Befragten fühlte sich bei geplanten Kaiserschnitten nicht über den Ablauf und die Folgen des Eingriffs informiert, nur jede fünfte Mutter nahm die Betreuung einer Hebamme in Anspruch.