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Baby-Schlafumgebung: So schläft der Nachwuchs sicher und zufrieden

Im Land der Träume verbringt ein Säugling bis zu 14 Stunden täglich. Deshalb ist es wichtig, wie und wo dein Baby schläft. Am besten bei Mama und Papa im Schlafzimmer – wenn möglich, in einem eigenen, gut belüfteten Kinderbettchen. Und da gibt es einiges zu beachten.

In diesem Artikel:

Traumhafte Nächte fürs Baby - So schlummert dein Kind gesund und sicher

Der Schlaf eines Erwachsenen unterscheidet sich stark von dem eines Babys. Die Kleinen verteilen ihren Schönheitsschlaf gleichmäßig auf die Nacht und den Tag und verbringen bis zu 80 Prozent im Traumschlaf - Erwachsene dagegen nur noch etwa 25 Prozent.

Kurze Infofilme zeigen dir, wie du die Schlafumgebung für dein Kind am besten einrichtest.

In der Praxis bewährt

  • Lege dein Kind im ersten Lebensjahr zum Schlafen immer auf den Rücken.
  • Als Raumtemperatur reichen dabei 16 bis 18 Grad aus. Kalte Händchen sind kein Indiz, dass das Kind friert. Wenn sich die Haut zwischen den Schulterblättern warm, aber nicht verschwitzt anfühlt, ist es genau richtig.
  • Die Schlafumgebung des Kindes muss rauchfrei sein.
  • Schnuller gern, aber ohne Schnullerkette. Auch Bernsteinkettchen oder Spielsachen mit Bändchen bleiben wegen Strangulationsgefahr draußen.
  • Die gute Nachricht: Dank zunehmender Aufklärung hat sich die Zahl plötzlicher Kindstode in Deutschland von rund 1000 Säuglingen pro Jahr Anfang der 1990er Jahre um fast zwei Drittel auf heute 350 reduziert. Denn wir wissen, wie Babys gesund schlafen – und das lässt sich ganz leicht umsetzen.

Babybett für den Säugling

Nach der Geburt kann das Baby im Beistellbett direkt neben dir schlafen. Für einige Wochen eignet sich auch eine Wiege oder ein im Stubenwagen – allerdings nur so lange, sich dein Baby nicht hochziehen kann und damit die Gefahr besteht, dass es rausfällt. Diese müssen jedoch groß genug sein, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen. Die im Handel angebotenen Beistellbetten lassen sich problemlos an die meisten Elternbetten anbauen und sind je nach Größe der Kinder einstellbar, sie können lange verwendet werden. Verzichten Sie jedoch auf „Nestchen“, welche im Handel gerne als Kopfschutz verkauft werden.

Später darf das Baby in einem eigenen Bett in einem hellen, zugfreien Platz im Schlafzimmer der Eltern schlafen. Einerseits erleichtert es dir auch weiterhin das nächtliche Stillen, andererseits hast du deinen Säugling stets im Blick.

Experimente zeigen auch, dass Babys rhythmische Geräusche der völligen Stille bevorzugen. Hört dich dein Baby nachts atmen, hat das eine beruhigende Wirkung. Selbst wenn es kuschelig wirkt: Verzichte auf Mützchen und Kuscheltiere, auf Felle, Betthimmel oder Nestchen, auf Kopfkissen und Bettdecken. Hier besteht das Risiko eines Wärmestaus.

Auf Babys Matratze kommt es an

Spezielle Babymatratzen sind schadstoffarm, besitzen klimaregulierende Fasern und Luftkanäle für den CO2-Austausch. Sie verhindern, dass dein Kind die ausgeatmete sauerstoffarme Luft wieder einatmet – das minimiert das Risiko des gefürchteten „Plötzlichen Kindstodes“. Marken-Matratzen der neuesten Generation sind in puncto Schadstoffbelastung unbedenklich, achten Sie dennoch auf Gütesiegel und DIN-Normen.

Schlafsack statt Bettdecke

Die Bettdecke bereitet Erwachsenen bereits genug Probleme. Wer unruhig schläft, der wacht morgens frierend auf, weil er seine Bettdecke im Schlaf zur Seite geschoben hat. Was einen Erwachsenen jedoch nicht viel ausmacht, ist für einen Säugling ein Problem: Babys sind viel empfindlicher und müssen nachts vor Kälte geschützt werden. Aus diesem Grund ist ein Schlafsack weitaus besser geeignet als eine Bettdecke. Das Kind kann einen Schlafsack nicht wegstrampeln oder gar über den Kopf ziehen. Fazit: Ein Schlafsack ist die beste Schlafausstattung. Faustregel für die passende Größe: Körperlänge minus Kopflänge plus zehn Zentimeter. Die Halsöffnung sollte nicht größer als der Kopfumfang sein.

Was ziehst du deinem Baby zum Schlafen an?

Mindestens genauso wichtig wie der Schlafsack ist die passende Kleidung zum Schlafen. Diese darf soll weder zu dick noch zu dünn sein. Ist sie zu dick beziehungsweise die Raumtemperatur zu hoch, besteht die Gefahr der Überwärmung. Die Temperatur des Babys kannst du zwischen seinen Schulterblättern fühlen. Wenn sich die Haut dort warm, aber nicht verschwitzt anfühlt, ist es genau richtig. Hände und Füße sind meist kühl und können keine genaue Auskunft über die Körpertemperatur des Babys geben.

Nachts und generell im Haus benötigt das Baby keine Mütze. Über den unbedeckten Kopf kann der Säugling überschüssige Wärme abgeben. Während des Schlafens benötigt das mindestens vier Wochen alte Baby nicht mehr als eine Windel, Unterwäsche sowie einen Schlafanzug. Im Sommer und je nach Raumtemperatur sollten Eltern mit der Kleidung sparsamer umgehen.

Dein Baby kann dir durch Weinen mitteilen, wenn es ihm zu kalt ist. Eine Überwärmung dagegen kann es nicht ausdrücken, da schützende Aufwachreflexe vermindert sind. Als Raumtemperatur reichen ganzjährig 16 bis 18 Grad aus.

Weitere Informationen

Tipps für den Kauf der Baby-Schlafumgebung

Achte beim Kauf des Bettes für dein Baby darauf, dass seine Konstruktion Unfälle automatisch vermeidet. Babybetten besitzen keine spitzen Kanten oder Lücken, überstehende Teile oder ähnliches, die eine Gefahr für den Säugling darstellen können.

Chemische Hilfsmittel, die in vielen Produkten zu finden sind, dürfen nicht in die Nähe des Säuglings kommen. Bis dato gibt es keine einheitliche Gesetzgebung für Babyartikel und Spielzeuge. Eltern können sich jedoch an diversen unabhängigen Prüfzeichen, zu denen unter anderem das GS-Siegel, RAL-Gütezeichen, der Blaue Engel sowie ÖkoControl gehören, orientieren.

Allergenfreie Schlafumgebung

In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der an Allergien leidenden Kinder zugenommen. Nicht nur die Anzahl der Betroffenen ist bedenklich, sondern auch ihr immer jüngeres Alter. Aus diesem Grund ist die Allergieprävention im Babyalter ein großes Thema. Besonders Familien, bei denen ein Kind oder ein anderes Mitglied an Allergien leidet, sollten die Möglichkeiten der Prävention komplett ausnutzen.

Schimmelpilze sowie Hausstaubmilben sind die häufigsten Hauptallergenproduzenten in Matratzen. Zum Wachsen benötigen sie eine Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent. Eltern können den Wachstum der Pilze und Milben verhindern, indem sie die Matratze jeden Tag gut lüften. Aus hygienischen Gründen ist es zudem sinnvoll, Bettlaken, Matratzendrells und andere Ausstattungsteile des Babybettes bei mindestens 60 °C zu waschen.

Einschlafhilfe für unruhige Babys

Einschlafhilfe mit Tablet oder Smartphone: Unruhige Babys lassen sich mit Pucken und auch einer Babysound-/Herzschlag- oder Föhn-App sanft beruhigen. Wie das funktioniert, zeigt dir Hebamme Claudia.

Auf kidsgo Videos findest du alle Hebammenvideos von Hebamme Claudia.