„Eigentlich wollte ich mal Hebamme werden."
Diesen Satz höre ich unglaublich oft. Bevor eine Frau ihre Ausbildung bei mir beginnt, führe ich
mit ihr ein Kennenlerngespräch, und ganz oft fällt genau dieser Satz. Damals kam etwas
dazwischen. Aber der Wunsch ist nie verschwunden.Andere erzählen mir, dass ihr eigenes Muttersein ihnen einen neuen Blick geschenkt hat. Auf
sich selbst und auf das, was sie in die Welt geben möchten. Da hat sich etwas verschoben,
ganz tief drinnen.
Was das ist? Berufung. Da ist ein Ruf. Den können wir eine Weile ignorieren. Aber ich
verspreche dir: Er kommt immer wieder.
Und er erreicht ganz unterschiedliche Frauen. In meinen Kursen treffen sich Ärztinnen,
Physiotherapeutinnen und Marketingexpertinnen, aktuell ist sogar eine Mechatronikerin dabei.
So verschieden ihre Wege sind, eines haben sie gemeinsam: ein Herz für Mütter.
Noch vor ein paar Generationen war der Beruf oft vorbestimmt. Heute dürfen wir hinschauen:
Was will ich in die Welt bringen? Viele Frauen sagen mir, sie möchten etwas Sinnstiftendes tun.
Aber Sinn allein reicht nicht. Deine Arbeit darf dich erfüllen und sie darf dich auch gut ernähren,
statt dich auszubrennen. Das gelingt, wenn du in deiner Kraft arbeitest.
Kein geschützter Beruf – schau genau hin
„Doula“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Das hat eine schöne Seite: Wir
sind nicht an starre Vorgaben gebunden und dürfen unsere Angebote kreativ gestalten, ähnlich
wie ein Coach.
Es bedeutet aber auch, dass die Ausbildungen sehr unterschiedlich sind. Manche dauern ein
Wochenende, andere Monate. Manche arbeiten wissenschaftlich fundiert, andere eher spirituell.
Schau also genau hin: Wer unterrichtet? Worauf stützt sich das Wissen? Und wirst du auch
nach dem Abschluss begleitet?
Warum ich als Hebamme ausbilde
Eine Doula arbeitet nicht medizinisch, und das ist auch gut so. Trotzdem muss sie verstehen,
was im Körper einer Frau passiert. Nur dann kann sie eine Situation richtig einschätzen, ruhig
bleiben und wissen, wann sie Fachleute dazuholt. Genau dieses Fundament gebe ich weiter:
Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und das erste Babyjahr, dazu Expertinnen wie Nicola
Schmidt oder die Stillberaterin Katrin Bautsch.
Dass ich seit über 30 Jahren Hebamme bin, macht dabei einen Unterschied. Ich weiß, was
Hebammen im Kreißsaal brauchen, damit eine Doula ihnen nicht in die Quere kommt, sondern
die Arbeit erleichtert. Diese Brücke gebe ich weiter, und genau deshalb funktioniert die
Zusammenarbeit später so gut. Die Rückmeldungen aus den Kliniken sind durchweg positiv.
Und trotzdem: Wissen kann ich dir beibringen. Die Berufung nicht. Die wichtigste
Voraussetzung bringst du selbst mit.
Das Schönste ist für mich, was danach bleibt: eine Gemeinschaft von Frauen, die sich
gegenseitig tragen, statt sich als Konkurrenz zu sehen.
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass da etwas in dir ruft: Hör hin. Alle Infos zur Ausbildung
und zu den kostenlosen Infoabenden findest du auf doulaplus.de
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