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Säuglingspflege - Das Babypflege-Einmaleins von Kopf bis Fuß

"Jetzt bloß alles richtig machen", denken Eltern, wenn ihr Baby – so zart und klein – vor ihnen liegt. Ob Popo waschen, Nägel schneiden, Ohren säubern oder das Gesicht eincremen: Mit den folgenden Pflegetipps wirst du ruckzuck zum Profi. Arbeiten wir uns doch einfach von oben nach unten ...

In diesem Artikel:

Haare: So pflegst du Babyhaare 

Manche Kinder kommen mit einem zarten Flaum auf dem Köpfchen zur Welt. Andere haben bei Geburt schon eine richtige Haarpracht.

Kopfgneis oder Milchschorf?

In den ersten Wochen nach der Geburt bilden viele Babys zu viel Talg. Zusammen mit abgestorbenen Hautschuppen entsteht ein gelblich weißer, schuppiger Belag auf der Kopfhaut: Kopfgneis. Er tritt im Alter zwischen zwei Wochen und sechs Monaten auf. Keine Sorge: Kopfgneis ist kein medizinisches Problem und klingt meist gegen Ende des ersten Lebensjahres ab.

Milchschorf hingegen ist ein juckender Hautausschlag, die frühe Form der atopischen Daermatitis, auch unter dem Begriff Neurodermitis bekannt. Sie entwickelt sich meist im dritten bis fünften Lebensmonat: Die Krusten auf der Kopfhau sind gelblich und glänzend, sie erinnern an angebrannte Milch, daher der Name. Die Schuppen und harten Verkrustungen können sich entzünden und jucken.

Mehr zu Milchschorf und Kopfgneis

Egal wie – eine Babyhaarbürste ist nie fehl am Platz, denn die Massage der Kopfhaut regt die Durchblutung an und fördert das Haarwachstum. Auch bei Kopfgneis kann eine Bürste helfen: Dazu reibst du die Schicht aus Talg und Hautschüppchen mit Olivenöl ein und wäschst sie mit Babyshampoo und der Bürste vorsichtig ab. Meist verschwinden die Krüstchen nach einigen Monaten von allein.

Echter Milchschorf lässt sich so allerdings nicht bekämpfen: Dieser juckende krustige Schorf kann eine frühe Form der Neurodermitis sein. Wenn dein Baby sich stark kratzt, solltest du mit ihm zum Arzt gehen.

Augen: Verklebte Augen reinigen

Dein Baby ist gerade aufgewacht und seine Augen sind verklebt? Das kann vorkommen, denn die Tränenkanäle lassen noch nicht genug Flüssigkeit durch, um die Augen ausreichend zu befeuchten. Das Augensekret wischst du vorsichtig von außen nach innen mit einem weichen, angefeuchteten Tuch ab. Watte solltest du besser nicht benutzen, denn die feinen Fädchen können schnell hängen bleiben. Treten diese Verklebungen weiterhin auf oder nehmen zu, kann es sich allerdings auch um eine Augenentzündung handeln. Dann hilft nur der Gang der zum Arzt. Zum Säubern der Augen gibt gibt es ein ganz natürliches Wundermittel: Muttermilch. Sie kann auch bei einer Bindehautentzündung helfen: Dafür Muttermilch direkt aus der Brust vorsichtig in das betroffene Auge träufeln, sie wirkt entzündungshemmend.

Super Heilmittel: Muttermilch

„Muttermilch ist universell einsetzbar und kann bei wunden Popos, aber auch als Badezusatz, bei verstopften Nasen oder Neugeborenenakne verwendet werden“, schwärmt Hebamme Christina Böhm. Auf unseren Hebammentipps findest du weitere praktische Tipps erfahrener Hebammen.

Ohren: Babyohren behutsam säubern

Wattestäbchen sind für die kleinen Ohren tabu; das gilt auch für sogenannte Sicherheitsstäbchen, die es speziell für Babys zu kaufen gibt. Denn es besteht die Gefahr, mit dem Stäbchen den Schmutz in das Ohr zu schieben oder den Gehörgang gar zu verletzen. Die Natur hat hier ihre eigene Methode: Dank winziger Härchen reinigt sich Babys Gehörgang ganz von selbst. Die Ohrmuschel wischst du einfach beim Waschen oder Baden leicht aus.

Nase: Hilfe bei verstopften Babynasen

Das Näschen ist leicht verstopft? Bei einer Schnupfnase hilft ein speziell für Säuglinge geeignetes abschwellendes Nasenspray. Das allerdings sollte die letzte Lösung sein: „Wenn die Nase des Babys verstopft ist, kann man etwas Muttermilch hineinträufeln“, empfiehlt Hebamme Lilly Braun, selbst Mutter von drei Kindern. „Das Schöne ist, dass dieses wunderbare Heilmittel immer und überall verfügbar ist. Und dazu noch hygienisch verpackt.“ Aber auch Kochsalzlösung aus der Apotheke eignet sich.

Reinigen lässt sich die Nase leicht mit einem eingedrehten, falls nötig angefeuchteten Taschentuch oder einem Nasensauger. Auch hier gilt: Niemals mit einem Wattestäbchen oder anderen Gegenständen herumfuhrwerken. Das kann die empfindlichen Schleimhäute verletzen.

Haut: Sanfte Babyhaut-Pflege

Viel hilft viel? Das gilt nicht für die sensible Babyhaut. Ein wöchentliches Bad reicht völlig aus, ansonsten genügt alle zwei Tage eine Katzenwäsche. Besonderen Augenmerk solltest du dabei auf die Reinigung der Hautfalten, wie zum Beispiel unter den Achseln, legen. Badezusätze brauchst du prinzipiell nicht. Wenn du doch welche verwenden möchtest, dann greife zu solchen, die weder Seife noch Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe enthalten. Ein Schuss Olivenöl im Wasser wirkt rückfettend. Eincremen nach dem Bad ist allerdings nur bei trockener Haut nötig.

Gesicht: Babys Gesicht vor Umwelteinflüssen schützen

Im Winter schützt ein spezielles wasserfreies Wind- und Wetterbalsam die zarte Gesichtshaut deines Babys vor den eisigen Temperaturen. Sie ist bis ins Kleinkindalter noch nicht ausgereift und reagiert besonders empfindlich auf tiefe Temperaturen: So vermindert die Kälte die Durchblutung, die Fettproduktion wird dadurch reduziert. Hautärztin Dr. Regina Ramesohl empfiehlt „im Freien eine Wind- und Wetterschutzcreme speziell für Babys zu nutzen“. 
Da sich die Cremes manchmal nur schwer auftragen lassen, hilft es, wenn du diese in deinen eigenen Händen anwärmst, leicht verreibst und dann erst aufträgst.

Kleines Wickel-1x1

  • Die Windeln häufig wechseln, mindestens sechs- bis siebenmal täglich, bei Bedarf auch öfter.
  • Ausreichend große Windeln verwenden.
  •  Auch auf den ersten Blick saubere Windeln kein zweites Mal anlegen.
  • Grundsätzlich vom Schambein bis zu den Pobacken, also von vorn nach hinten säubern.
  • Warmes Wasser genügt.
  • Bei Wundsein viel frische Luft an die Haut lassen und eine spezielle Salbe (z. B. Zinksalbe) auftragen.

Popo: Pflege bei Wundsein

Sorgfältige Hautreinigung mit lauwarmem Wasser ohne Seife, Windeln mit starker Saugkraft sowie eine spezielle Wundcreme – das sind die Grundpfeiler der Hautpflege bei Wundsein und Windeldermatitis.
Und so geht´s: Nach dem Waschen jede Hautfalte mit einem Tuch trocken tupfen, nicht rubbeln oder reiben. Dabei immer von vorne nach hinten wischen, damit keine Darmbakterien in den Genitalbereich gelangen. Sollte Babys Po sich trotzdem entzünden, kannst du abgekühlten Schwarzen Tee auf die betroffenen Stellen tupfen. „Oder wunde Hautstellen  – insbesondere den Po – mit Muttermilch einreiben“, so Hebamme Lilly Braun.

Die beste Vorbeugung ist und bleibt aber häufigeres Windelwechseln, um den gesamten Bereich trocken zu halten sowie viel Frischluft für Babys Popo. Plane also mehrfach am Tag windelfreie Zeiten auf dem Wickeltisch oder auf dem Boden ein. Vielleicht gönnt ihr euch einen schönen zweisamen Moment bei einer sanften, wohltuenden Babymassage.

Die kidsgo Wunderbox

Liebevoll umsorgt!

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Fingernägel: Vorsichtig die Nägel schneiden

Falls dein Baby zu unruhig ist, hilft ein kleiner Trick: Wenn es schläft, hast du mehr Ruhe für das ungeliebte Schneiden. Die Nägel sind anfangs noch so zart und weich, dass du sie mit deinen Fingernägel abknipsen kannst. Später lohnt sich dann die Anschaffung einer Babyschere mit abgerundeten Spitzen. Um Einwachsungen am Nagelbett zu vermeiden, solltest du Ecken allerdings nicht wegschneiden.

Ob wickeln, baden oder cremen – Babys genießen Mamas oder Papas Zärtlichkeit, Zuwendung und Nähe beim Umsorgtwerden und machen für sie so einige Prozeduren erträglicher.

Checkliste für Babys Pflege

  • Windeln
    Ganz egal, ob es sich um Stoffwindeln oder Einwegwindeln handelt – saugstark und sitzfest müssen sie sein. Doch es geht auch ohne. Wie das geht und Erfahrungen unserer Leserinnen, liest du in unserem Windelfrei-Artikel auf kidsgo.de/windelfrei
  • Waschlappen
    Waschlappen und Wasser reichen im Normalfall aus, um den Babypo zu reinigen. Unterwegs jedoch können duft-, farb- und alkoholfreie Feuchttücher auf Wasserbasis recht nützlich sein.
  • Cremes, Öle und Lotionen
    Bei Wind und Wetter sowie trockenen Stellen oder für die Babymassage immer ein wichtiger Helfer. Nur darauf achten, dass die Produkte für Babys und die spezielle Anwendung geeignet sind.
  • Nagelschere
    Eine mit abgerundeter Spitze muss es sein. Wichtig, sobald Babys Nägel länger werden, um versehentliches Kratzen zu vermeiden.
  • Wundsalbe
    Bei einem wunden Popo hilft eine gute Windelsalbe, bei starken Reizungen eine Zinksalbe.
  • Kapuzenbadetuch
    Baden, einwickeln, fertig. So friert dein Kleines auch nicht am Köpfchen.
  • Thermometer
    Ein Babythermometer sagt dir, ob die Temperatur des Badewassers stimmt. Sie sollte bei etwa 37 Grad liegen.