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Geburtserlebnisse - Leonie im Geburtshaus geboren

Es waren noch 14 Tage bis zum errechneten Geburtstermin und nichts sprach dagegen, dass meine Frau Monika und ich noch einmal in die Sauna gingen. Wir verbrachten einen schönen, entspannten Tag mit mehreren Saunagängen.

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Leonie, 22. April - im Geburtshaus zur Welt gekommen

Doch kaum zu Hause, sah ich, dass Monika leicht zusammenzuckte. Was ist los, wollte ich wissen, aber sie tat es meiner Handbewegung ab. Wenige Minuten später dasselbe. Eindeutig Wehen. Ich bestand darauf, die Abstände zu messen. Erst waren es sechs, dann fünf, dann vier Minuten. Wir riefen die Hebamme an, die auch schon meine Frau entbunden hat. Als wir vor dem Geburtshaus ankamen, fuhr sie im selben Augenblick auf den Hof. Für eine Entbindung im Geburtshaus hatten wir uns entschlossen, weil uns die private, angenehme Atmosphäre dort besser gefiel, als im Krankenhaus.

Schon bei unseren ersten Kindern, der Großen und den Zwillingen, war es jedes Mal sehr schnell gegangen, damit rechneten wir auch diesmal. Es wurde ein CTG gemacht, die Hebamme untersuchte den Muttermund, dann durfte sich Monika erst einmal in der großen Badewanne entspannen.

Ernst Pawlik, Töchterchen Leonie, 51 cm groß und 2490 g schwer. Wir albern herum und sind recht locker, bis wir aus einem anderen Raum das laute Schreien einer Gebärenden hören. Das ist nicht so angenehm. Monika darf sich hinlegen, laufen oder sich während der Wehen, die langsam spürbar werden, auf einen Petziball stützen, das überlässt die Hebamme ihr. Im Geburtszimmer brennen Kerzen und Duftlampen. Die Hebamme untersucht noch einmal den Muttermund und ist erstaunt, dass der bereits auf acht Zentimeter geöffnet ist. Das Baby kommt bald, sagt sie. Wir haben diesmal aus beruflichen Gründen nicht an den Geburtsvorbereitungskursen teil genommen, aber die Hebamme gibt genaue Anweisungen. Ich unterstütze Monika, indem ich mitatme und ihren Kopf stütze. Sie hat sich entschieden, unser Kind im Liegen zu bekommen. Und wieder geht es schnell. Drei oder vier Presswehen, ich habe jedes Mal mitgepresst, und Leonie ist da. Unser kleines Mädchen wird Monika auf die Brust gelegt. Man lässt uns alleine und wir genießen diesen wunderbaren Moment, der mir jedes Mal die Tränen in die Augen treibt. Irgendwann kommt die Hebamme zurück und ich darf meine Tochter abnabeln. Während Monika weiter versorgt wird, darf ich helfen, Leonie zu wiegen und zu messen. Die Hebamme lobt mich für die gute Mitarbeit. Welchen Vater würde das nicht stolz machen. Monika hat plötzlich einen Riesenappetit und wir bekommen wenig später erst einmal etwas zu essen. Es ist früher Morgen. Den neuen Tag wird Leonie schon zu Hause verbringen.


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